Schwachstelle in WLAN-Routern von Cisco

Durch eine konzeptionelle Sicherheitslücke können Angreifer WLAN-Router von Cisco außer Gefecht setzen. Auch das Einrichten einer Backdoor in das Unternehmensnetzwerk soll dadurch möglich sein.

Dies berichtet die Firma AirMagnet, die sich auf die Absicherung drahtloser Netzwerke spezialisiert hat. Das Problem liegt demnach in der Art und Weise, wie neue Access Points von Cisco einem bereits bestehendem WLAN hinzugefügt werden. Bei Ciscos Over-the-Air-Provisioning (OTAP) senden die bereits installierten WLAN-Router Informationen über den nächstgelegenen Netzwerk-Controller, mit dem sie selbst in Verbindung stehen. Wird ein weiteres Gerät hinzugefügt, empfängt es diese Konfigurationsdaten und verbindet sich ebenfalls mit diesem Controller.

Das Problem dabei: Die Informationen wie etwa die IP- und MAC-Adresse werden unverschlüsselt übertragen. Diese Daten abzufangen ist daher ein Kinderspiel und mit Gratis-Tools wie etwa NetStumbler recht einfach zu bewerkstelligen, so Wade Williamson von Air Magnet, dessen Forschungsteam die Lücke entdeckt hat.

Mit den Informationen ausgestattet kann ein Hacker den Controller mit einer Denial of Service-Attacke zunächst außer Gefecht setzen. Doch ein anderer Angriff über diese Schwachstelle könnte verheerend sein: Ein Hacker muss hierfür den Zeitpunkt abpassen, wann ein neuer WLAN-Router ans Netz geht, und sich dann als Controller ausgeben. Auf diese Weise kann er den Access Point kapern und eine Hintertür zum Unternehmensnetzwerk aufstoßen, warnt Williamson. AirMagnet bezeichnet diese Art von Angriff als SkyJack.

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