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Schnell – aber auch sicher?

Wie jeder Leser der IT-Fachpresse weiß, wurden in Großbritannien verschiedene Maßnahmen eingeführt, die das Online-Banking sicherer machen sollen. Jetzt aber kündigte die „UK Payments Association“, APACS, die Einführung eines „kontaktfreien“ Zahlungsmodells durch die Banken des Vereinigten Königreiches an. Bei Zahlungsbeträgen unter £10 wird es Kunden damit möglich sein, ihre Kredit- oder Kundenkarte lediglich über ein sicheres Lesegerät zu ziehen, ohne dass zusätzlich die Eingabe einer PIN oder eine Unterschrift erforderlich wären.

Der Pressemitteilung von APACS zufolge bietet „die kontaktfreie Karte dem Kunden eine schnelle, effektive und leicht zu handhabende Alternative zum Bargeld, die auf den gleichen Sicherheitstechnologien beruht wie Chip- oder PIN-Cards“.

Die Karte mag sich als schnell, effektiv und leicht zu handhaben erweisen, aber es ist nicht zu verstehen, was sie mit der Technologie von Chips und PINs gemein haben soll. Die einzige Sicherheitsmaßnahme scheint in der Anforderung einer PIN zu bestehen, wann immer eine Aktivität als „verdächtig“ eingestuft wird. Das ist immerhin etwas, hat aber mit ernstzunehmenden Sicherheitsmaßnahmen nichts zu tun.

Obgleich die Summe für Transaktionen dieser Art auf unter £10 beschränkt sein wird, ist das meiner Meinung nach kein Hinderungsgrund für Kriminelle. Denn wenn jemand ohnehin hinter meiner Karte her ist, so wird ihm nun noch ein zusätzlicher Anreiz geboten. Außerdem: Wenn ein Gerät im Geschäft die Karte lesen kann, wer garantiert dann dafür, dass nicht in der Nähe ein Krimineller mit einem tragbaren Lesegerät steht, das in der Lage ist dieselben Daten zu empfangen?

Schnell – aber auch sicher?

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