News

Russischer Softwareentwickler knackt Acrobat 9

Das russische Softwarehaus Elcomsoft hat eigenen Angaben zufolge die Verschlüsselung von Adobe Acrobat 9.0 geknackt. Adobes Programm erzeugt PDFs mit einer 256 Bit starken AES-Verschlüsselung. Dennoch soll die Entschlüsselung deutlich schneller gehen als bei der Vorgängerversion, teilte Elcomsoft mit.

Nach eigenen Angaben hat Elcomsoft eine Schwachstelle in der neuen Version von Acrobat ausfindig gemacht, die das Entschlüsseln ermöglicht. Der Prozess soll ungefähr 100-mal schneller arbeiten als bei der Vorgängerversion Adobe Acrobat 8.0, die nur mit 128 Bit verschlüsselt.

„Das neue Adobe-Produkt hat einen erstaunlich schwachen Schutz“, sagte Elcomsoft-CEO Wladimir Katalow. „Eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung allein als höchste Sicherung einzusetzen, reicht nicht aus. Man muss das Sicherheitssystem als Ganzes betrachten.“

Den Kniff zur Überwindung des Schutzes gab Elcomsoft nicht preis. Die Funktion zum Entschlüsseln der PDFs haben die Entwickler in eine neue Version ihrer Entsperrsoftware eingebaut. Offiziell soll APDFPR 5.0 bei verlorenen Passwörtern eigener PDFs eingesetzt werden.

APDFPR 5.0 arbeitet mit verschlüsselten PDF-Dateien, die mit den Acrobat-Versionen 5 bis 9 erstellt wurden. In der Standardversion werden die Funktionsbeschränkungen von PDFs aufgehoben, in den Professional- und Enterprise-Versionen kann darüber hinaus auf passwortgeschützte PDF-Dateien zugegriffen werden.

Für 128-Bit- und 256-Bit-Verschlüsselungen reicht nach Herstellerangaben die Professional-Version, um Dateien in wenigen Tagen beziehungsweise aufgrund der Schwachstelle in Adobe 9 in wenigen Minuten wiederherzustellen. Mit der Enterprise-Version sollen PDFs, die mit 40 Bit verschlüsselt wurden, innerhalb weniger Minuten geknackt werden.

Russischer Softwareentwickler knackt Acrobat 9

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach