PDF-Leck gefährdet Rechner

Hacker haben eine neue Angriffswelle auf Windows-PCs gestartet: Über ein Sicherheitsleck in Adobes Dokumentenformat PDF schleusen Angreifer Trojaner und andere Schadprogramme auf die Rechner argloser Surfer. Speziell präparierte Internetseiten verteilen aggressive Viren, in jeder PDF-Datei können bösartige Spione lauern. Adobe hat bereits reagiert und ein Sicherheits-Update veröffentlicht. Computer-Nutzer sollten das Patch möglichst umgehend installieren. Besonders gefährlich: Derzeit sind noch beinahe alle Anti-Viren-Programme blind für den Angriff.

Erst am vergangenen Dienstag hatte Adobe die Schwachstelle im Adobe Reader veröffentlicht und auch gleich ein entsprechendes Update nachgeschoben. Berichte der Sicherheitsexperten von Symantec und des Internet Storm Center gehen jedoch davon aus, dass die Lücke spätestens seit dem 20. Januar von Online-Kriminellen ausgenutzt wird. Offenbar ist es den Hackern gelungen, Details über die Schwachstelle zu erfahren, während Adobe noch an einem Gegenmittel arbeitete. Drei Wochen lang haben die Hacker über das Leck ungeschützte Systeme angreifen können – und zwar mit durchschlagendem Erfolg.

Adobe und alle Sicherheitsexperten empfehlen deshalb dringend den Download der neuesten Version des Adobe Readers. Nur so können sich Anwender vor der aktuellen Infektionswelle schützen und den Online-Kriminellen die Tür vor der Nase zuschlagen. Betroffen von der Lücke ist Adobes komplette PDF-Produktpalette. Neben dem Adobe Reader bis zur Version 8.1.1 weisen auch die Programme Acrobat und Acrobat 3D die Schwachstelle auf.

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