“Pangäa-5”: Ergebnisse

Die jüngste Schlacht im Kampf gegen den unkontrollierten Absatz von Medikamenten im Internet, die im Rahmen der grenzübergreifenden Operation „Pangäa“ durchgeführt wurde, endete mit Rekordergebnissen. Insgesamt wurden 18.000 Websites offline genommen, die mit dem Schattenvertrieb von Pharmazeutika in Verbindung standen, 79 Verhaftungen vorgenommen, 3,75 Millionen potentiell gefährliche Präparate im Wert von 10,5 Millionen Dollar beschlagnahmt.

Die Zahl der teilnehmenden Länder ist ebenfalls gestiegen – bis zu 100 gegenüber 81 im vergangenen Jahr. Die nationalen Kontrollaktionen wurden im Laufe einer Woche durchgeführt, vom 25. September bis 2. Oktober. Im Visier der Ermittler standen alle Glieder der Kette des illegalen Pharma-Business‘: Umsatzpunkte, Bezahlsysteme, Produktion, Lieferanten und natürlich die „Partnerprogramme“, die gefälschte Medikamente und primitive Drogen über Spam-Versendungen bewerben.

An den gemeinschaftlichen Aktionen beteiligt waren Strafverfolgungsbehörden, Mitarbeiter des Zolls und der Arzneimittelaufsichtsbehörde. Die Koordination aller Aktionen im Rahmen von „Pangäa-5“ lag bei Interpol, mit Unterstützung der Weltzollorganisation, dem Ständigen Forum für Internationale Arzneimittelkriminalität (Permanent Forum on International Pharmaceutical Crime, PFIPC), dem Netzwerk der europäischen Arzneimittelbehörden (Medicines Agencies Working Group of Enforcement Officers – HMA WGEO), dem Pharmaceutical Security Institute und Europol. An der internationalen Aktion nahm ebenfalls das erst kürzlich gegründete Center for Safe Internet Pharmacies, CSIP, teil, das 12 führende Internet-Provider und Online-Händler, sowie American Express, eNom, GoDaddy, Google, MasterCard, Microsoft, PayPal, Visa und Yahoo vereint. Auf der Grundlage von CSIP wurde bereits die Website safemedsonline.org erstellt, auf der eine Liste von nicht lizenzierten Internet-Apotheken veröffentlicht wird.

Die Operation „Pangäa“ wurde erstmals vor 5 Jahren durchgeführt. Jeden Herbst erhalten die Teilnehmer neue Materialien, deren Analyse es ermöglicht, die Tätigkeit von organisierten Verbrecherbanden einzugrenzen, die auf die Produktion und den Absatz von nicht patentierten pharmazeutischen Präparaten spezialisiert sind. Trotz allem räumen die Initiatoren dieser großangelegten Kampagne ein, dass derartige Maßnahmen das Problem allenfalls teilweise lösen können. Gleichermaßen wichtig sei es, dass der Durchschnittsanwender das Risiko erkenne, das mit dem Kauf von Arzneimittel auf dem Schwarzmarkt einhergeht. Diese Waren seinen häufig nicht effektiv, von schlechter Qualität und könnten der Gesundheit irreparable Schäden zufügen.

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