Nigeria-Connection: Über 800 Server abgeschaltet

Die nigerianische Regierung hat einen massiven Schlag gegen die so genannte Nigeria-Connection geführt. Diese hat sich mit ihren betrügerischen E-Mails weltweit einen Namen gemacht.

Über 800 E-Mail-Server, die für den Versand von Spam genutzt wurden, habe man abgeschaltet, teilte Farida Waziri, Leiterin der EFCC, einer Polizeibehörde zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, mit. Im Zuge der Aktion wurden 18 Personen festgenommen.

Diese sollen sich an den betrügerischen Aktivitäten der Nigeria-Connection aktiv beteiligt haben. Dabei werden massenhaft E-Mails verschickt, in denen fiktive Personen angeblich um Hilfe im Ausland suchen. Es geht meist darum, größere Geldbeträge außer Landes zu schaffen.

Nutzer sollen dabei jeweils mit einem bestimmten Betrag in Vorleistung gehen. Ihnen wird im Gegenzug eine lukrative Beteiligung am Gewinn angeboten. Hat das Opfer aber erst einmal überwiesen, tauchen die angeblichen Partner ab und das Geld ist weg.

Wie Waziri ausführte, sind die Verhaftungen und Server-Abschaltungen nur ein Teil der aktuellen Kampagne gegen die Betrüger. Unter Verwendung verschiedener Technologien von Microsoft sei auch ein System zur Früherkennung neuer Betrugswellen eingerichtet worden. Dieses soll helfen, die Täter schneller zu fassen, aber auch Nutzer, die bereits in die Falle getappt sind und Kontakt aufgenommen haben, rechtzeitig warnen.

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