News

Niederländische Polizei schnappt jugendlichen Hacker

Die niederländische Polizei hat einen Hacker festgenommen, der mit geklauten Kreditkartendaten einen Schaden von rund 13 Millionen Euro verursacht haben soll. Insgesamt soll er 50.000 Kreditkartendetails von einem britischen Onlineticket-Händler gestohlen haben. Mit Hilfe der geklauten Daten ging er dann auf Shoppingtour im Internet und verspielte Millionen beim Online-Poker.

Das Team Hight Tech Crime (THTC), eine Spezialeinheit für Computerkriminalität der niederländischen Polizei, nahm den 20-Jährigen in Maastricht fest. Dem Hacker mit dem Spitznamen MaddoxX wird vorgeworfen, gestohlene Kreditkartendetails für Shoppingtouren im Internet missbraucht zu haben. So soll er etwa im April 2007 in die Datenbanken des Spiele-Herstellers Valve eingebrochen sein, der mit Steam eine der größten Spiele-Plattformen im Internet betreibt. Dort erbeutete er die Kreditkartendaten von Valve-Kunden und veröffentlichte diese im Internet, um zu beweisen, dass er den Server geknackt hatte.

Dem niederländischen Innenministerium zufolge soll er mit den Kreditkartendetails Millionen beim Online-Poker verzockt haben und sich teure Notebooks, LCD-Fernseher und MP3-Player gekauft haben. Den verursachten Schaden schätzen die Behörden auf rund 13 Millionen Euro. Dabei war der 20-Jährige sehr aktiv und klaute nicht nur Kreditkartendetails.

Neben dem Diebstahl der Kreditkartendaten wird der 20-Jährige verdächtigt, im Jahr 2006 einen Server des Spielherstellers Activision gehackt und eine Kopie des damals unveröffentlichten Spiels Enemy Territory: Quake Wars gestohlen zu haben. Daraufhin soll er Bilder des Spiels ins Netz gestellt haben und dem Spielhersteller einen Schaden in Millionenhöhe beschert haben.

Ähnliche Beiträge
Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.