Niederlande unter DDoS-Beschuss

Wegen einer DDoS-Attacke auf Regierungsdienste konnten viele Holländer ihre Bürgerservicenummer zur Bezahlung von Rechnungen und der Steuer nicht nutzen.

Am 23. und 24. April griffen unbekannte Cyberkriminelle DigiD an – ein einheitliches Autorisierungssystem, das es holländischen Bürgern ermöglicht, auf staatliche Dienste zuzugreifen. Der Ausfall dieses Webportals hat viele Steuerzahler betroffen: Alle Steuererklärungen können in dem Land schon seit einigen Jahren ausschließlich in elektronischer Form abgegeben werden. Nach offiziellen Angaben wird DigiD derzeit von mehr als 10 Millionen Niederländern genutzt (die Bevölkerung der Niederlande beläuft sich auf 17 Millionen) und von mehr als 500 Regierungsstrukturen.

Das Innenministerium der Niederlande erklärte, dass die persönlichen Daten der Anwender von dem Vorfall nicht betroffen sind. Die Polizei und das Nationale Zentrum für Cyber-Sicherheit ermitteln bereits.

Der April war in den Niederlanden reich an DDoS-Attacken. Zu Beginn des Monats waren die größte Bank der Niederlande, ING, die Fluggesellschaft KLM und das populäre Bezahlsystem iDeal heftigen Angriffen ausgesetzt. Ihre Webdienste waren für mehrere Stunden nicht verfügbar, ein Verlust von Anwenderdaten wurde nicht registriert.

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