Nexgate über Spam in sozialen Netzwerken

Nach Einschätzung des auf Markenschutz in sozialen Medien spezialisierten kalifornischen Unternehmens Nexgate stieg der Spamanteil im Internetsegment soziale Medien seit Beginn des Jahres 2013 um 355%. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist jede zweihundertste der Mitteilungen, die in sozialen Netzwerken kursieren, nicht legitim. 15% aller dort verbreiteten Spam-Mails enthalten Links auf potentiell gefährliche Ressourcen.

Die in dem jüngsten Bericht von Nexgate präsentierte Statistik fußt auf den Ergebnissen einer Analyse von 60.000 + individuellen Mitteilungen und Kommentaren, die von Inhabern von 25 Millionen Accounts veröffentlicht wurden. Die Untersuchung hat zudem gezeigt, dass die Konzentration der Spam-Nachrichten mit illegalem Content (Werbung für Pornos, extremistische Auslassungen, private oder verborgene Daten, Spam) auf Facebook, YouTube, Google+ und Twitter besonders hoch ist, wo sie durchschnittlich eine auf 21 Mitteilungen beträgt. Dabei wird Spam auf Facebook und Twitter 100 Mal häufiger versendet als auf anderen analogen Webdiensten; die Nutzer von Facebook sind zudem 4 Mal häufiger Phishing-Attacken ausgesetzt.

Nach Angaben von Nexgate gehören zu den wichtigsten Verbreitungsmethoden von Spam in sozialen Medien eigens darauf spezialisierte Anwendungen, das so genannte Like-Jacking, Bots und gefälschte Profile. Laut Statistik des Unternehmens setzen die „sozialen“ Spammer für ihre Versendungen nicht weniger als 23 Accounts ein; 5% der in sozialen Netzen verwendeten Anwendungen lassen sich mit Sicherheit als Spammer-Werkzeuge klassifizieren.

Soziale Webdienste sind eine dankbare Umgebung für Marketingaktivität und viele Unternehmen investieren gern in Werbung auf solchen Websites, da dies meist ein gewinnbringendes Geschäft ist. Auch die Spammer erhalten selbstverständlich ihr Stück vom Kuchen: Nach Berechnungen der italienischen Experten Andrea Stroppa und Carlo de Micheli verdienen Facebook-Spammer heute mehr als 200 Millionen Dollar im Jahr.

Quelle: Nexgate

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.