Neues von Gpcode.am

Die neueste Gpcode-Variante, über die wir bereits in einem anderen Beitrag berichtet haben, scheint nicht so gefährlich zu sein wie die Vorgänger dieses Trojaners. Die vollmundigen Behauptungen des Autors über die Verwendung des AES-256-Algorithmus’ sowie über die riesige Anzahl möglicher Schlüssel hat sich als Bluff herausgestellt. Der Autor hat zudem eine Verschlüsselungsmethode mit öffentlichem Schlüssel verwendet, was wiederum bedeutet, dass sich alle für die Dechiffrierung benötigten Daten im Körper des Schadprogramms selbst befinden.

Eine Analyse der Verschlüsselungsmethode hat gezeigt, dass im Programm der Algorithmus 3DES verwendet wird. Der Autor war also zu bequem, um selbst eine Verschlüsselungsroutine zu entwickeln und benutzte daher eine Delphi-Komponente „von der Stange“. Der Stil, in dem der Trojaner programmiert wurde, ist überaus chaotisch, was auf eher geringe Kenntnisse des Entwicklers schließen lässt.

Das trojanische Programm wird von uns seit dem 11. August als Trojan-Ransom.Win32.Gpcode.am erkannt. Die Wiederherstellungsprozedur für verschlüsselte Dateien ist in den Standarddatenbanken von Kaspersky Anti-Virus enthalten. Zur Wiederherstellung von Dateien müssen die Antivirendatenbanken unbedingt aktualisiert werden und auf dem angegriffenen Computer muss eine vollständige Untersuchung der Festplatten durchgeführt werden. Wundern Sie sich nicht, wenn der Anti-Virus neben den verschlüsselten Dateien noch andere Schadprogramme entdeckt, denn der Verschlüsselungstrojaner verbreitet sich mit Hilfe eines anderen Trojaners – P2P-Worm.Win32.Socks.fe.

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