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Neuer „Polizei-Virus“ für Android

Die Experten von Lookout haben einen neuen Android-Schädling entdeckt, der mobile Geräte im Namen des FBI blockiert und die Zahlung einer Strafe fordert für das angebliche Ansehen verbotenen Contents. Derzeit greift ScarePakage, wie das Unternehmen die neue Malware getauft hat, nur Nutzer aus den USA an.

Laut Lookout tarnt sich der neu erschienene Erpresser als Adobe Flash oder als populäre AV-Lösung und ähnelt in Bezug auf seine Funktionalität einem anderen, erst kürzlich entdeckten Blocker, und zwar ColdBrother alias Svpeng. Bei seinem Start täuscht ScarePakage einen Scan des Gerätes vor und zeigt dann nach Abschluss dieses „Scans“ eine gefälschte Mitteilung mit einer Auflistung der angeblich aufgefundenen Sünden an.

Diese Seite kann man nicht mehr verlassen – selbst wenn es dem Opfer gelingt, das Smartphone abzuschalten, taucht die Drohung beim Neustart des Systems wieder auf. Für die Entsperrung fordert der Schädling 500 Dollar, zahlbar mit einem MoneyPak-Voucher, und bei Eingabe des Codes überprüft er lediglich seine Länge, aber nicht seine Funktionsfähigkeit.

Wie eine Analyse gezeigt hat, benötigt ScarePakage für die vollständige Blockierung des Gerätes keinen Root-Zugriff, ihm reichen Administratoren-Rechte aus. Unter Verwendung des Java-Tools TimerTask, das alle 10 Millisekunden anspringt, beendet der Schädling alle vom Anwender gestarteten Prozesse. Den Übergang des Smartphones in den Schlafmodus verhindert die Malware mit Hilfe von Android WakeLock. Der neue Blocker ist zudem in der Lage, die IMEI zu stehlen und sie an den C&C-Server zu senden oder sie dem Besitzer des infizierten Gerätes als Untermauerung der falschen Anschuldigungen anzuzeigen.

„Sprachlichen Hinweisen zufolge, die wir in der Anwendung gefunden haben, handelt es sich bei den Entwicklern von ScarePakage höchstwahrscheinlich um Russen oder andere Osteuropäer“, schlussfolgern die Forscher. „Leider lässt sich dieser Erpresser nur schwer löschen, wenn ihm Administratorenrechte verliehen wurden.“

Quelle:        The Guardian

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