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Neuer Hardware Wi-Fi-Proxy vorgestellt

Wie CSO Online mitteilt, haben die Sicherheitsexperten Robert Graham und David Maynor auf der DEF CON ein neues Gerät vorgestellt, das auf die Wahrung der Vertraulichkeit von Nutzerdaten in drahtlosen Netzwerken ausgerichtet ist.

Das Gerät mit dem Namen HamSammich sendet Daten im Frequenzbereich von 900 МHz und kann eine Kanalkapazität von bis zu 56 KBit/Sek. auf eine Entfernung von 20 Meilen (32 km) gewährleisten. Ein Nutzer von HamSammich sollte das Gerät im Aktivitätsbereich eines öffentlichen Wi-Fi-Zugriffspunkts installieren, woraufhin er sich mit Hilfe einer leistungsstarken Antenne aus großer Entfernung mit dem Netz verbinden kann. Auf diese Weise wird es sehr schwer, den physischen Standort des Nutzers festzustellen.

Das konzeptionelle Gerät wiederholt das schon vorher angekündigte Gerät ProxyHam, dessen Entwickler Ben Caudill, Forscher bei Rhino Security Lab, seinen Vortrag unerwartet von der Tagesordnung der DEF CON gestrichen hat. Einige Experten äußerten die Vermutung, dass Druck seitens des FBI und der NSA auf ihn ausgeübt wurde, Caudill selbst gibt keinen Kommentar zu diesem Thema ab.

Laut Graham und Maynor hatte ProxyHam einige Probleme, unter anderem gab das Gerät ein starkes Signal im Frequenzbereich 900 МHz ab, das jeder X-beliebige abfangen und verfolgen konnte. Die Forscher nehmen an, dass Caudills Tätigkeit wegen Überschreitung der zulässigen Übertragungsstärke und Einsatz von Verschlüsselung im Amateurfunk-Frequenzbereich – was in den USA verboten ist – die Aufmerksamkeit der Federal Communications Commission (FCC) auf sich gezogen hat. Im Übrigen hat Caudill selbst in einem Interview mit The Wired eine Einmischung der FCC verneint und betont, dass die Signalstärke von ProxyHam sich in den Grenzen von 1 Watt bewegt.

HamSammich verwendet einen anderen Ansatz. Sein Signal hat nur eine sehr geringe Stärke, ist allerdings über eine weite Bandbreite „ausgewalzt“. Die Signalstärke bleibt niedriger als das Hintergrundniveau und sie vermischt sich mit natürlichen Störungen, die durch elektronische Ausrüstungen oder Naturerscheinungen hervorgerufen werden. Das grenzt die Datenübertragungsgeschwindigkeit stark ein, steigert die Reichweite jedoch erheblich.

Dabei kann das Signal von HamSammich trotzdem mit spezieller Ausrüstung verfolgt wie auch abgefangen werden, da das Gerät keine Verschlüsselung verwendet. Laut Graham ist das kein Problem, wenn niemand etwas von der Existenz des Signals weiß.

Quelle: CSO online

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