Millionenverluste durch Aktienhandel mit gestohlenen Identitäten

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) warnt die USA vor weiteren Internet-Angriffen von Seiten der Organisierten Kriminalität, Terroristen und ausländischen Regierungen, berichtet das Nachrichtenportal Cnet.com. Es gäbe „einige dutzend“ Länder, die daran interessiert wären US-Netzwerke zu durchbrechen, sagt ein Sprecher der FBI Cyber Division. Welche Länder dies im speziellen sind, wird nicht bekannt gegeben.

Die Methoden der Angreifer werden dabei immer ausgefeilter. Insbesondere Bot-Netze sind im Wachsen begriffen, über die automatisiert auf Rechnern eingebrochen wird, um wertvolle Daten zu stehlen. Unternehmen hätten durch so genannte „pump and dump“-Aktionen Millionen US-Dollar verloren. Dabei kaufen und verkaufen Kriminelle unter Verwendung zuvor online geklauter Identitäten Aktien.

Präsident Bush hat ob der steigenden Gefahr vergangenen Jänner die Comprehensive National Cyber Security Initiative erlassen, die dem Homeland Security Department (DHS) unterstellt ist. Das FBI fungiert als ermittelnde Kraft. Trotz heftiger Kritik an der leitenden Rolle des DHS, soll sich die Zusammenarbeit positiv gezeigt haben. Man habe signifikante Fortschritte verzeichnen und Partnerschaften mit Behörden aus anderen Ländern, wie UK, Russland, Türkei, Kanada und Rumänien schließen können. Dieses Jahr habe man bereits mehr als 90 Verhaftungen vorgenommen.

Das FBI hatte unlängst enthüllt, ein Online-Forum namens DarkMarket zu betreiben, dass zur Aufdeckung von Kriminellen führen soll, die gestohlene Kreditkarteninformationen handeln. Laut den Ermittlern sind die Infiltration und die elektronische Überwachung illegaler Aktivitäten reaktiven Maßnahmen vorzuziehen, da sie die Möglichkeit eröffnen mit einem Schlag ganze Organisationen außer Gefecht zu setzen.

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