Microsoft-Funktastaturen geknackt

Das Schweizer Sicherheitsunternehmen Dreamlab Technologies hat aufgedeckt, dass kabellose Microsoft-Hardware große Risiken birgt.

Die Experten haben mit einem einfachen Funkempfänger, einer Soundkarte und der entsprechenden Software die Radiofrequenzen zwischen Tastatur und PC oder Notebook abgefangen und decodiert. Sie zeigten sich sehr überrascht, wie einfach es ihnen gelang, die Verschlüsselung in den Funktastaturen von Microsoft auszuhebeln.

Zwar erschwert Microsoft das Abfangen von Daten teilweise mit einer Verschlüsselung – diese zeigte jedoch gravierende Mängel und bot somit keinen echten Schutz. Usernamen, Passwörter, Bankverbindungen oder vertrauliche Korrespondenz könnten so sehr einfach mitgeschnitten werden. Die Forscher haben über einen Funkempfänger Daten aus einer Entfernung von bis zu zehn Metern belauschen können. Mit passender Ausrüstung sei aber auch das Belauschen aus einer größeren Distanz möglich.

Der Fehler wurde für die Tastaturen aus den Serien Wireless Optical Desktop 1000 sowie 2000 bestätigt. Diese verwenden eine marktübliche 27-MHz-Funktechnik, die wohl auch in den Modellen Wireless Optical Desktop 3000 und 4000 verwendet wird.

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