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Mehrere Würmer nutzen Twitter-Schwachstelle

Twitter verwurmtDas Sicherheitsteam von Twitter hatte ein unruhiges Osterwochenende, denn gleich mehrere Würmer haben eine XSS-Schwachstelle (Cross-Site Scripting) in dem Micro-Blogging-Dienst ausgenutzt, um sich zu verbreiten. Ein 17 Jahre alter Amerikaner, der sich Mikeyy Mooney nennt, hat sie programmiert – aus Langeweile, wie er sagt. Das Twitter-Team hatte alle Hände voll zu tun, um die infizierten Tweeds und Benutzerkonten zu bereinigen.

Die Angriffe haben am Ostersamstag mit einem Wurm begonnen, der Werbung für StalkDaily macht, eine Nachahmung des Twitter-Dienstes. Nach Angaben von Twitter-Mitbegründer Biz Stone hat Mooney zunächst vier neue Benutzerkonten bei Twitter registriert, die dann den ersten Wurm verbreitet haben. Wer den von diesen Konten generierten Tweeds folgte, dessen Konto wurde infiziert und verbreitete dann ebenfalls die infektiösen Tweeds. Das Twitter-Team hat 90 solcher Konten entdeckt und bereinigt.

Ein weiterer Wurm folgte etwas später am Samstag und hat etwa 100 Benutzerkonten befallen. Am Sonntag folgte der dritte Wurm, der den Namen „Mikeyy“ erhielt. Insgesamt identifizierten und löschten die Twitter-Techniker etwa 10.000 Tweeds, die diese Würmer verbreitet haben. Am späten Sonntagabend folgte noch ein vierter Wurmangriff.

Alle Würmer haben die gleiche Sicherheitslücke in Twitter ausgenutzt. Um erfolgreich zu sein, benötigen diese Würmer Javascript – wer sich davor schützen will, deaktiviert Javascript im Browser oder nutzt Sicherheits-Tools wie das Firefox-Plugin NoScript. Twitter ist derzeit dabei die Angriffe zu analysieren, um die Schwachstelle zu beheben. In der Zwischenzeit könnten weitere Würmer auftauchen, die diese Sicherheitslücke ausnutzen.

Der Programmierer der bisherigen Würmer hat sich öffentlich zu seinen Machwerken bekannt und eingeräumt, dass es keine so gute Idee war. Es sei gerade mitten in der Nacht gewesen und er habe nichts Besseres zu tun gehabt, gab Mooney gegenüber US-Medien an. Es sei ihm klar, dass er dafür bestraft werden könne.

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