McAfee: Spam im dritten Quartal 2012

Die geringfügige Zunahme der Spammenge, die McAfee Ende des zweiten Quartals registriert hatte, war nur eine vorübergehende Erscheinung. Laut Statistik des Unternehmens nahmen die Junkmail-Ströme im Zeitraum von Juli-September erneut ab, obgleich es in einigen Regionen auch deutliche Zuwächse gab.

Im Juli wurde ein drastischer Anstieg der Spam-Aktivität in der Türkei (Spam-Zuwachsrate von 289%) und in Spanien (83%) registriert. Rekordhalter nach den Werten des dritten Quartals war allerdings Saudi-Arabien, wo die Spam-Menge im August um 700% zunahm. Der deutlichste Rückgang wurde in Südkorea (um 64%), Russland (41%) und Japan (38%) beobachtet.

Laut McAfee ist Werbung für pharmazeutische Präparate das wichtigste Thema in den unerwünschten Mitteilungen. Die meisten Pharmaspam-Versendungen wurden in Russland Kolumbien, Indien, der Türkei, Spanien, Deutschland, Italien, Brasilien und Großbritannien registriert. In den USA und Australien überwogen gefälschte Mitteilungen über die Unzustellbarkeit von Nachrichten, in Frankreich waren es Marketing- und Phishing-Spam. Phishing-Mails in noch größerer Zahl als in Frankreich wurden in Italien und Brasilien registriert.

Die allgemeine Spambot-Population ging nach Angaben von McAfee ab Mai zurück. Im September war sie auf das Niveau des 4. Quartals 2011 zurückgegangen. Im Berichtszeitraum stellte das Zombienetz Grum, das im Juli unschädlich gemacht wurde, den Spamversand ein, und so produktive Botnetze wie Cutwail und Festi waren deutlich weniger aktiv. In Russland und Südkorea ging die Zahl der aktiven, automatisierten Spam-Quellen um fast 60% zurück, in Japan um 26%, in Indien um 20%. In den europäischen Ländern hingegen nahm dieser Wert zu: in Deutschland um das Doppelte, in Spanien um 40%, in Großbritannien um 27%. Die größte Zahl von sendenden Spambots des Zombienetzes Cutwail wurde auf den Gebieten von Deutschland, Spanien, Brasilien, Kolumbien, Japan, den USA, Großbritannien, Russland entdeckt; von Festi in Deutschland, Spanien und Kolumbien. Dabei stellten die Experten fest, dass mehr als die Hälfte der Spammerdatenbanken in China von Infektionen gestellt werden, die ausschließlich für dieses Land charakteristisch sind.

Im vergangenen Quartal registrierte McAfee eine Zunahme der verdächtigen URL, und zwar um 20% gegenüber dem vorangegangenen Quartal. Diese Adressen stehen mit 23,7 Millionen Domains in Verbindung und werden hauptsächlich zum Unterbringen von Schadprogrammen, Exploits und Hacker-Tools verwendet. 3,5% der verdächtigen URL setzten Cyberkriminellen zum Phishen ein, 1,1% zur Durchführung von Spam-Kampagnen. Die Kategorie der Spammer-URL umfasst laut Klassifikation von McAfee nicht nur Werbemitteilungen, sondern auch unerwünschte Einträge und Kommentare in Blogs und Foren. Gemäß der Statistik des Unternehmens platzieren die Spammer ihre Plattformen bevorzugt in den USA, in China und Russland.

Im dritten Quartal standen in erster Linie Finanzorganisationen und Online-Auktionshäuser im Visier der Phisher, gefolgt von Webdiensten und Online-Shops. Besonders interessiert zeigten sie sich an den Kunden der führenden Banken in den USA und dem Vereinigten Königreich, sowie an Paypal, American Express, eBay, ADP-Services und AOL.

Quelle:

mcafee.com

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.