Manchmal kehren sie zurück: Audio-Spam

Natalya Zablotskaya

Spam in Form von Textnachrichten und grafischen Darstellungen überrascht heutzutage niemanden mehr. Doch im unten stehenden Beispiel sind alle Informationen in einem angehängten mp3 File enthalten.

Innerhalb von 4 Sekunden diktiert eine Frauenstimme die Adresse der Website, auf der Viagra und analoge Präparate zum Verkauf angeboten werden. Im Hintergrund ist wollüstiges Stöhnen zu hören (das dem unglücklichen User ganz offensichtlich überirdische Glückseligkeit versprechen soll).

Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die gewünschte Information unter derart erschwerten Bedingungen an den User zu bringen, werden Thema (cheap Viagra) und Ressource auch im Titel des Tracks genannt.

Spam im mp3-Format wurde erstmals im Herbst des Jahres 2007 registriert. Damals wurden so Aktien verschiedener Unternehmen beworben, um auf diese Weise deren Kurs an der Börse hochzutreiben und sie daraufhin Gewinn bringend zu verkaufen. Aufgrund von unterschiedlichen Einschränkungen (große E-Mail-Menge, schlechte Audio-Qualität) solcher Spam-Versendungen konnte sich diese Art von unerwünschten Nachrichten nicht durchsetzen. Jetzt wenden sich Spammer allem Anschein nach erneut Versuchen mit „sprechender“ Werbung zu.

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