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Malware als Klima-Killer Trägt Antivirus-Software zum Klimaschutz bei?

Computer, Rechenzentren und das Internet verbrauchen gewaltige Mengen an Energie. Schätzungen haben ergeben, dass der Energieverbrauch der Informationstechnik weltweit etwa dem des Straßenverkehrs entspricht. Im laufenden Betrieb verbraucht ein Rechner umso mehr Strom, je stärker er ausgelastet ist. Aktive Malware wie Botnet-Software, die massenhaft Spam verschickt, trägt gegebenenfalls zur Auslastung bei. Folglich müsste aktuelle Schutz-Software einen Beitrag zur Verminderung der globalen Erwärmung leisten können.

So jedenfalls die Logik, die Patrick Comiotto im McAfee Avert Blog vertritt. Comiotto fasst in seinem Beitrag „Is Malware affecting Global Warming?“ einige Vorträge auf einer Konferenz an der Universität von Oxford zusammen, die sich mit dem Energieverbrauch von IT-Anlagen befasst hat.Demnach benötigt ein durchschnittlicher PC im Normalbetrieb etwa 76 Watt und bei voller Auslastung 114 Watt. Comiotto betrachtet, durch die Konferenz inspiriert, diesen Mehrverbrauch von 38 Watt für ein Botnet wie das der Sturm-Wurm-Bande. Geht man davon aus, dass geschätzte 1,6 Millionen PCs innerhalb weniger Tage einer neuen Sturm-Wurm-Welle neu infiziert werden und zu einem beliebigen Zeitpunkt etwa 900.000 davon aktiv sind, ergibt sich ein Energiemehrverbrauch von 32,4 Megawatt durch die Malware. Dabei sind Netzwerkgeräte wie Router und Mail-Server noch nicht mitgerechnet.Mit 32,4 MW könnte man laut Patrick Comiotto ein Ein-Familien-Haus acht Jahre mit Energie versorgen. Diese Energie könnte eine aktuell gehaltene Antivirus-Software einsparen helfen, meint Comiotto. Ein schwarzer Bildschirmhintergrund könnte bis zu 15 Watt pro Monitor zusätzlich sparen. Allerdings dürfte für den Einzelnen das Abschalten gerade nicht benötigter Geräte immer noch der beste Weg zum Sparen von Energie sein.

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