Internetsucht wird erstmals als Krankheit anerkannt

Zudem ermöglicht eine solche Kategorisierung auch eine bessere Erforschung des Umfangs, in dem die Internetsucht bereits verbreitet ist. Offizielle Krankheiten werden statistisch erfasst und die Daten der Weltgesundheitsorganisation zur Verfügung gestellt.

Eine genaue Diagnose ließ das chinesische Gesundheitsministerium von einem Militärklinikum ausarbeiten. Dieses untersuchte dafür 1.300 Betroffene. Als Risikogruppe zählen demnach Nutzer, die täglich mehr als sechs Stunden online verbringen.

Physischer und psychischer Stress, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie ein innerer Trieb, Zugang zu einem Internet-PC zu haben, gehören zu den Sympthomen. Die beteiligten Mediziner und Psychologen gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent der erkrankten durch eine dreimonatige Therapie geheilt werden können. Hierfür habe man erstmals spezielle Fachbereiche in Psychiatrien eingerichtet.

In China rechnet man damit, dass in der Gruppe der 18- bis 30-Jährigen jeder Zehnte internetsüchtig ist. Vor allem Männer seien betroffen.

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