Internet-Revolution steht kurz bevor

Dem Internet steht eine der wohl größten Revolutionen seit Jahrzehnten bevor. Internetadressen mit Endungen wie .berlin, .liebe oder .auto könnten ab kommendem Jahr möglich sein: Die in den USA ansässige Internetaufsicht ICANN will „ab dem ersten Quartal 2009“ Wunschkürzel zulassen, wie ihr Vorsitzender Paul Twomey mitteilte.

Die 1,3 Milliarden Internetnutzer weltweit könnten dann „geläufige Wörter wie .liebe und .hass und auch Eigennamen“ eintragen lassen, so Twomey. Damit wäre der Weg frei für Endungen von Unternehmen wie .basf oder .bahn. Aber auch der seit langem umstrittenen Endung für Sexseiten .xxx stände dann nichts mehr im Wege. Völlig frei soll die Wahl dieser Top-Level-Domains allerdings nicht sein.

Towney sprach einige der geplanten Einschränkungen an. Zum einen dürfe eine Endung keine Markenrechte verletzen, zum anderen dürfe sie „nicht zu nahe an bestehende Ausdrücke“ angelehnt sein oder sich «die Identität einer Gemeinschaft aneignen“. Auch dürften die neuen Kürzel nicht „zu Problemen mit der öffentlichen Ordnung oder Moral“ führen.

ICANN plant chinesische Internetadressen

Twomey kündigte an, ICANN wolle auch Domains in nicht-lateinischer Schrift zulassen, etwa Arabisch und Chinesisch. Mit 15 Sprachen habe die ICANN schon Tests mit den gängigen Suchmaschinen gemacht.

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