Internationaler Hacker-Ring enttarnt

FBI enttarnt internationalen Hackerring Ein internationaler Hackerring ist nach Großrazzien in Italien und in den USA aufgeflogen. Die Täter drangen in Telefonsysteme ein und ergaunerten damit insgesamt 55 Mio. US-Dollar. Die Justizbehörde im US-Staat New Jersey hat Anklage erhoben.

Die Hacker betrieben ein umfangreiches und gut organisiertes, kriminelles Netzwerk und agierten über mehrere Kontinente hinweg, äußerte US-Staatsanwalt Ralph J. Marra, Jr. in Newark/New Jersey. In den USA wird gegen drei Täter mit Wohnsitz auf den Philippinen ermittelt. Es bestehen Verbindungen nach Italien, wo weitere fünf Personen mit pakistanischer Staatsangehörigkeit festgenommen wurden.

Es gebe den Verdacht, dass mit dem ergaunerten Geld islamisch-fundamentalistischen Gruppen in Südost-Asien finanziert worden seien, so die italienische Polizei. Bei einer Razzia in Nord- und Mittelitalien wurden die dort lebenden Pakistaner im Alter von 29 bis 40 Jahren gefasst. Insgesamt wurden zehn Orte, mehrheitlich Call-Center, in vier italienischen Regionen durchsucht.

Die Täter drangen mit Brute-Force-Attacken, dem schlichten Ausprobieren aller möglichen Kombinationen, in Telefonsysteme von mehr als 2500 Unternehmen in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Europa ein. Die geknackten Telefonanlagen wurden für etwa 100 US-Dollar in die USA weiterverkauft, anschließend wurden diese Kapazitäten über die Telefonnetze veräußert, auch große Unternehmen wie der US-Telefonkonzern AT&T sind betroffen. Die Gruppe erwartet im Fall der Verurteilung hohe Strafen: Neben bis zu zwanzig Jahren Gefängnis drohen den Gangstern Geldstrafen bis zu 250.000 US-Dollar.

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