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Immer mehr Phishing-Fälle bei Geldtransaktionen

Das BKA befürchtet: Kriminelle untergraben das Vertrauen ins Internet.

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) sind in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 3100 Phishing-Fälle beim Online-Banking bekannt geworden. Die Fallzahlen, sagt BKA-Internetexperte Mirko Manske, entwickeln sich prächtig – aus Sicht der Täter. Tag für Tag gingen zudem “Tausende von Online-Identitäten verloren“, und damit, fürchtet Manske, “das Vertrauen der Gesellschaft in E-Commerce, das Internet und die neuen Medien generell“.

Angesichts von 35 Millionen Online-Konten in Deutschland ist der Anteil der Betrugsfälle an allen Geldtransaktionen im Internet zwar verschwindend gering. Aber die Dunkelziffer sei hoch, sagt Manske. Und das Vorgehen der Kriminellen äußerst innovativ.

Eine Einschätzung, die sich mit Erhebungen des Internet-Branchenverbands Bitkom deckt. Bitkom rechnet für das gesamte Jahr 2007 mit einem Anstieg der Phishing-Fälle um etwa ein Viertel und einem Anstieg der Schadenssumme um 50 Prozent. Laut BKA stieg die durchschnittliche Schadenssumme im laufenden Jahr auf 4.500 Euro, der offizielle Gesamtschaden auf knapp 14 Millionen. 2006 wurden rund 750.000 Computer in Deutschland neu durch Viren oder Schadprogramme wie Trojaner infiziert.

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