Hohe Haftstrafe für Spammer

Ein US-Gericht verurteilte einen Spammer wegen der hohen Umsätze, die er mit dem Werbemüll erwirtschaftete, zu einer ungewöhnlich langen Gefängnisstrafe.

Der Angeklagte Min Kim ist der erste Spammer, der von einem US-Amerikanischen Richter nach dem CAN-SPAM-Act verurteilt wurde. Das im Jahre 2003 eingeführte CAN-SPAM-Gesetz besagt, dass ein Richter den verurteilten Spammer unter Berücksichtigung seiner finanziellen Lage zu einer längeren Haftstrafe verurteilen darf. Der nun Verurteilte hatte über 250.000 US-Dollar auf seinem Konto. Dieses Geld erwirtschaftete er nach Angaben des Gerichts durch sein Spam-Geschäft. Dies war für den Richter Grund genug, Kim zu 30 bis 37 Monaten Gefängnisaufenthalt zu verurteilen. Die normale Haftstrafe für Spamming beträgt lediglich 24 bis 30 Monate, schreibt die Webseite ArsTechnica.

Der durch Kim verursachte finanzielle Schaden konnte nicht exakt ermittelt werden. Genau dort tritt der CAN-SPAM-Act in Kraft. Er ermöglicht dem Richter das Strafmaß einzuschätzen. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Kim für die Internet-Service-Provider durch seine Spam-E-Mails Kosten verursacht habe. Diese Kosten schlossen unter anderem die Entwicklung von Technologien zur Spam-Bekämpfung mit ein. Wenn dieses Urteil Schule macht könnte es schon bald für zahlreiche Spammer in den USA längere Haftstrafen hageln.

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