Hochschul-Hacker muss ins Gefängnis

Die eigene Schwester glaubte an eine Tat Gottes, die Polizei jedoch entlarvte den Grund für ihre guten Noten: Wegen des Hackens eines Hochschul-Computersystems und Veränderung hunderter Noten muss ein 29-Jähriger nun für 22 Monate ins Gefängnis. 650 Noten soll der Nachwuchs-Hacker manipuliert haben.

Ein Hochschul-Student aus Florida ist am Dienstag zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt worden. Zusammen mit zwei Komplizen verbesserte er mehr als hundert Noten, indem er das System der Florida A & M University hackte und so Zugriff auf die Datensätze bekam, berichtet das Internet-Magazin The Register. Seit August 2007 soll das Trio heimlich Keylogger-Software auf den geschützten Computern der Hochschule installiert und damit die Zugangsdaten gestohlen haben.

Der 29-Jährige und seine Komplizen verbesserten dann nicht nur die eigenen Noten, sondern auch die von Freunden und Verwandten. Seine eigene Schwester glaubte Polizeiangaben zufolge an eine Tat Gottes, als sich ihre Noten plötzlich von F auf A verbesserten – vergleichbar mit dem Sprung von einer 6 auf eine 1. Und da auch die Täter hauptsächlich ihre F-Noten änderten, kam man ihnen schnell auf die Schliche.

Das Hacker-Trio verriet sich mehr oder weniger selbst: Die auf den Universitätscomputern installierte Keylogger-Software sendete sämtliche protokollierten Tastatureingaben an E-Mail-Adressen, die auf die Drei registriert wurden. Zudem zeigten Log-Files der Universität, dass die Zugriffe auf die Noten-Datenbank von den privaten Internetanschlüssen der Studenten erfolgten.

Wie The Register berichtet, manipulierte das Hacker-Trio etwa 650 Noten von 90 Studenten und veränderte auf Wunsch sogar den Wohnort von Kommilitonen, damit diese geringere Gebühren an die Universität zahlen mussten. Ob die verurteilten Hochschul-Hacker für die finanziellen Einbußen in sechsstelliger Höhe aufkommen müssen, steht allerdings noch nicht fest.

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