Haftstrafen für deutsche Online-Betrüger

Das Bonner Landgericht hat fünf Computer-Betrüger, die Geld von Online-Bankkunden erbeutet hatten, zu Bewährungs- sowie Haftstrafen bis zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Die heute zwischen 21 und 25 Jahre Angeklagten hatten nach anfänglichem Schweigen Geständnisse abgelegt.

Die Phishing-Betrüger stammen aus Düsseldorf und Bad Homburg, berichtet das Online-Magazin heise.de. Der Jüngste der Cyber-Kriminellen, denen gewerbs- und bandenmäßiger Computerbetrug in 38 Fällen vorgeworfen wurde, wurde zu einer 14-monatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Über den finanziellen Schaden, den die Angeklagten verursacht haben, ist indes nichts Genaues bekannt. Zu Prozessbeginn wurde dieser mit 154.000 Euro angegeben, tatsächlich soll die Schadenssumme aber deutlich höher sein.

Im Prozess hatten die Verurteilten eingeräumt, mit Hilfe von Phishing-Mails die Kontodaten von Online-Bankkunden abgefragt und mit den illegal geangelten Pin-und Tan-Nummern die Konten leer geräumt zu haben. Die abgehobenen Beträge wurden dann auf das Konto eines angeheuerten Finanzagenten überwiesen.

Der Finanzagent hob das Geld bar ab und leitete es über einen Transfer-Service ins Ausland weiter, meist in die Ukraine, aber auch nach Russland und nach Irland. Die Angeklagten konnten dann mit Geldkarten ihren Anteil in Deutschland abheben. Das Gericht sieht in den Verurteilten allerdings nicht die Drahtzieher des groß angelegten Betrugs, weshalb weitere Ermittlungen laufen.

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