Haftstrafe für spanischen eMail-Hacker

Ein spanischer Hacker ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil er den eMail-Account eines Kollegen knackte und dessen privaten eMail-Verkehr veröffentlichte. Pikant: Die Nachrichten gaben einen Einblick in das Sexleben des Hacking-Opfers. Offenbar Grund genug für den Verurteilten, die Sex-Mails an die Ex-Frau, den Chef sowie weitere Bekannte des Managers zu senden.

Wie der britische Guardian berichtet, speicherte das Hacking-Opfer die Sexkorrespondenz auf seinem Arbeitsrechner. Als der Manager den Arbeitgeber wechselte, löschte er offensichtlich nicht alle Daten. Der nun verurteilte Kollege verschaffte sich daraufhin Zugang zu dem eMail-Konto und verbreitet die brisanten Sex-Nachrichten unter Personen, die den Manager kannten. Als der Manager dies erfuhr, erhob er Anzeige gegen den eMail-Hacker.

Der Richter aus Barcelona entschied nun, das spanische Gesetz erlaube die Strafverfolgung solcher Daten. Der Verurteilte habe sich unberechtigten Zugang zu privaten Daten verschafft. Das spanische Recht spreche aber jedem ein Recht auf Privatsphäre zu. Demnach müssten auch in der digitalen Welt bestimmte Bereich einem Individuum vorbehalten sein. Dabei sei in dem aktuellen Falle entscheidend, in welcher Weise die Privatsphäre beinträchtig wurde. Der Inhalt der eMails sei daher nicht so wichtig. Und so sprach das Gericht dem Opfer Schadensersatz in Höhe von 4000 Euro zu. Daneben muss der Hacker 3240 Euro Strafe zahlen.

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