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Hacker warnen Handel vor Angriffen

Hacker auf der „guten Seite“ – oder sogenannte „White Hat Hackers“ erklärten gegenüber der britischen BBC, dass Handelsketten die nächsten Opfer von Cyber-Kriminellen sein würden. Ein Beispiel von vergangenem Jahr in Estland habe gezeigt, dass man durch gezielte Angriffe ganze Staaten lahmlegen könne – es sei nur noch eine Frage de Zeit, bis das in den Westen schwappe. „Asymmetrischer Krieg per Netz ist billig und läuft schon ab“, hieß es.

Die Experten, die sich hier so einig waren, saßen im berüchtigten „Hacker Panel“ der Konferenz InfoSecurity Europe, die vergangene Woche stattfand. Danach von den britischen Journalisten befragt, warnten sie noch eindringlicher: nicht nur der Handel müsse sich durch Abdichten von Lücken vor weiteren Attacken aus dem Internet schützen: Der digitale Weltkrieg habe längst begonnen, aber eben auf wirtschaftlicher Basis.

Staaaten wie die USA würden Angriffe oft auf China zurückführen – und lägen dabei vollkommen daneben. Die chinesischen Leitungen würden nur von anderen missbraucht, um ihre gefährlichen Datenladungen durchzusenden. Falsche Absender und Herkünfte einzuschmuggeln sei doch kinderleicht.

Roberto Preatoni, Betreiber der „Defacing“-Liste Zone-H, erklärt: „Ich fürchte, wir müssen und daran gewöhnen“. Preatoni selbst war bereits festgenommmen worden, weil er angeblich am Telecom-Italia-Finanzskandal beteiligt war – doch auch er sei fälschlicherweise als Absender gefälschter Nachrichten genannt worden.

Estland sei nur das unglückliche erste Opfer. „Sehr bald werden westliche Unternehmen und Regierungen aus politischen oder religiösen Gründen angegriffen werden“. In der Woche de „Cyberkriegs“ gegen Estland schlossen die Hacker Webseiten von Banken, Regierungsorganisationen und politischen Parteien durch Denial-ofService-Attacken. Und weil viele der Angriffe offenbar über russische Internet-Leitungen kamen, zeigte die estnische Regierung mit einem Stinkefinger auf Russland. Doch Preatoni war noch seinen Nachforschungen in der Hacker-Gemeinde sicher: „Putin war nicht involviert“. Die Angriffe auf Deutschland und die USA seien ebensowenig von China gestartet worden – es lägen vor allem wirtschaftliche Interessen dahinter.

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