News

Hacker klauen Millionen Kreditkartendaten

Computerhacker haben sich Zugang zu den Datenbanken eines Kreditkarten-Unternehmens in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey verschafft. Experten schätzen, dass viele Millionen Kunden betroffen sein könnten.

Nach Angaben des betroffenen Dienstleisters ‚Heartland Payment Systems‘ sind die Hacker in das Datensystem eingedrungen und haben so Kartennummern, Namen und Gültigkeitsdaten ausspionieren können. Experten schätzen, dass bis zu 100 Millionen Kreditkartendaten in falsche Hände gerieten. Die Schadenssumme könnte sich auf bis zu einer halben Milliarde Dollar aufaddieren, erklärte Avivah Litan, Chef-Analystin bei Gartner.

Das Dienstleistungsunternehmen arbeitet für rund 175.000 kleinere Geschäfte und Restaurants in Amerika und wickelt im Monat rund 100 Millionen Zahlungen ab. Laut Experten handelt es sich bei dem Datenklau um den größten Missbrauchsfall aller Zeiten. Das Unternehmen hat inzwischen den erfolgen Datendiebstahl zugegeben. Nach Angaben des Firmenchefs Robert Baldwin könne noch nichts über Art und Umfang der entwendeten Kreditkartendaten gesagt werden.

Experten gehen davon aus, dass die Hacker die sogenannte Track-2-Daten stehlen konnten. Das sind die Informatioen, welche auf dem Magnetstreifen der Kreditkarten gespeichert sind. Geraten diese Informationen in die falschen Hände, kann eine Karte problemlos kopiert werden. Nach US-Medienberichten sei das auch schon geschehen. Denn auf unterschiedlichen Datenumschlagplätzen im Internet werde schon mit den Kreditkartendaten gehandelt. Vermutlich wird der ‚Heartland Payment Systems‘ schon monatelang ausspioniert, ohne dass der Dienstleister es merkte. Inzwischen haben hunderttausende Zugriffe von aufgebrachten Kunden auf die Webseite des Unternehmens den Server zum Absturz gebracht. Die Webseite ist momentan nicht zu erreichen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch deutsche Kreditkartennutzer von dem Datenklau betroffen sind. Jeder der in den letzten Monaten in den USA seine Kreditkarte über ein System von Heartland Payment Systems eingesetzt hat könnte gefährdet sein. Das Unternehmen versicherte jedoch, dass alle betroffenen Kunden umgehend informiert würden.

„Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, für neue Bedrohungen besser gewappnet zu sein. Die Finanzkrise zwingt CEOs, effizientere Lösungen einzusetzen, um Kosten zu senken oder ohne zusätzliches Budget mehr Sicherheit bieten zu können. Traditionelle Security-Maßnahmen werden immer mehr umgangen, Echtzeit-Web-Scanning ist eine für den Anwender einfache Methode, und sogar noch preisgünstig“, meint Pim van der Poel, Regional Sales Manager DACH bei Scansafe.

Hacker klauen Millionen Kreditkartendaten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach