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Hacker hackt Homeland Security

12.000 Dollar Telefonrechnung – der amerikanische Heimatschutz blamiert sich mit einer offenen Sicherheitslücke und lässt einen Hacker mehrere hundert Mal in den Nahen Osten und nach Afghanistan telefonieren. Der Hacker nutzte dafür eine Lücke im veralteten Telefonsystem der Behörde – vor der die Verantwortlichen kurz zuvor noch selbst gewarnt hatten.

Am Wochenende infiltrierte ein Hacker das interne Telefonsystem der US-Behörde FEMA (Federal Emergency Management Agency) infiltriert. Zugang verschaffte sich der Eindringling über das veraltete Voicemail-System und konnte damit auf Kosten der Behörde weltweit telefonieren – insgesamt 12.000 US-Dollar verbrauchte der Hacker so für Anrufe in den Jemen, nach Afghanistan, Saudi Arabien und Indien.

Die FEMA, die laut Selbstbeschreibung „die Nation vor Naturkatastrophen und Terroristen beschützt und ein Notfall-Management-System bietet“, ist in Erklärungsnot. Denn peinlich ist nicht der Angriff an sich, sondern wie sich der Hackers Zugang verschaffte: Die ausgenutzte Lücke steckt nur in mittlerweile veralteten Telefonnetzen, mit einem simplen Passwort-Check schließt die Schwachstelle innerhalb von Minuten. Vor genau dieser Lücke hatte das Department of Homeland Security selbst im Juni 2003 noch gewarnt. Aber die Verantwortlichen für den Schutz vor Cyberterroristen scheinen nicht auf ihre eigenen Vorschläge zu hören.

Ein Sprecher der FEMA, Tom Olshanski, führte den Vorfall auf eine Lücke im System zurück, die während einem Upgrade auftrat. Wer das Upgrade in dieser Behörde durchführte, war ihm nicht bekannt, ebenso wenig der genau Ort der Lücke. Aber Olshanski war „sicher, dass sie mittlerweile geschlossen ist“.

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