Großbritannien: USB-Stick mit sensiblen Häftlingsdaten verschlampt

Neuer Datenskandal in Großbritannien: Diesmal sind unverschlüsselte Informationen über Zehntausende Häftlinge verschwunden. Auf dem abhandengekommenen Memorystick seien unter anderem persönliche Daten von 10 000 Schwerverbrechern sowie Details über alle 84 000 Häftlinge in England und Wales gespeichert gewesen, räumte das Innenministerium in der Nacht zu Freitag ein. Ein Sprecher sagte, eine private Beratungsfirma habe die Daten verloren.

Es ist die dritte große Datenpanne in kurzer Zeit. Im vorigen Jahr waren unter anderem die Daten von Millionen Kindergeldempfängern verloren gegangen. Zuletzt wurden hochgeheime Dokumente unter anderem über das Terrornetzwerk El Kaida in einem Zug liegengelassen.

Auf dem Speichermedium waren unter anderem die Namen, Adressen und teils die geplanten Entlassungstermine der Gefangenen gespeichert. Er enthält zudem Adressen und Namen sowie Geburtsdaten von 30 000 Verbrechern, die sechs oder mehr Strafen auf dem Kerbholz haben. Der Schatten-Innenminister der oppositionellen Konservativen, Dominic Grieve, sagte, er sei „absolut entsetzt“ von der „Inkompetenz“. Die Firma PA Consulting hatte die Regierung am Montag über den Verlust informiert.

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