News

Gepatchte Sicherheitslücke in der Passwortwiederherstellung von Google-Accounts – neue Details

Die letzten Patches von Google enthielten die Korrektur einer ernsthaften Sicherheitslücke im Passwort-Wiederherstellungssystem von Gmail-Accounts. Der israelische Experte Oren Hafifi wies in seiner Beschreibung des Problems darauf hin, dass das Google-Passwort die Tür zu weitaus mehr öffne als zum E-Mail-Account, was das Risiko noch erhöhe.

„Haben Sie sich jemals gefragt, wofür GMAIL steht? Es steht für Global Main Authentication and Identification Library (globale Authentifizierungs- und Identifizierungsbibliothek). Also im Ernst – wenn jemand Zugriff auf Ihren Gmail-Account erhält, so kann er sich mit Hilfe des Passwort-Wiederherstellungssystems seinen Weg durch jede beliebige Ihrer mobilen oder Web-Anwendungen bahnen“, schreibt Hafifi in seinem Blog.

“Hafifi kombinierte zur Umsetzung des Hacks die folgenden Techniken: Cross-Site-Scripting (XSS), Cross-Site Request Forgery (CSRF) und Password Flow Bypass.

Der Angriff beginnt mit einer angeblich von Google stammenden Phishing-Mail an einen Gmail-User mit gefälschter Absenderadresse. Hafifi erklärt in seinem Blog en Detail, wie die Attacke funktioniert, doch das Wichtigste daran ist, dass die Phishing-Mail so aufgebaut sein muss, dass die E-Mail-Adresse des Opfers in dem Link enthalten ist.

Zudem sollte der Link auf die Website des Cyberkriminellen verweisen, der die gefälschte Website übergreifende Anfrage (CSRF) stellt. Daraufhin wird eine Cross-Site-Scripting-Attacke durchgeführt und dem Anwender wird eine falsche Passwort-Reset-Option präsentiert.

„Der User klickt auf den Link zum Zurücksetzen des Passworts und danach haben Sie schlicht unbegrenzte Möglichkeiten“, schreibt Hafifi.

Sobald der User versucht, sein Passwort zurückzusetzen und den Zugriff auf das Nutzerkonto wiederherzustellen, erhält der Cyberkriminelle das neue Passwort und Informationen aus den Cookie-Dateien.

Hafifi erklärt, dass Google diese Sicherheitslücke 10 Tage nach ihrer Entdeckung geschlossen habe und er eine Belohnung und die erneute Aufnahme in Googles Ruhmessaal erwarte.

Quelle: threatpost

Ähnliche Beiträge
Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.