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Geld aus der „Cloud“

Vor einigen Monaten haben wir beschrieben, wie Cyberkriminelle infizierte Computer dazu benutzen, um die virtuelle Währung BitCoin zu generieren. Dieser Tage haben wir das Schadprogramm Trojan-Downloader.Win32.MQL5Miner.a entdeckt, das sich ebenfalls die Rechenkapazität infizierter Computer zunutze macht – in diesem Fall, um Geld in dem verteilten Rechennetzwerk MQL5 Cloud Network zu verdienen.


Website von MQL5 Cloud Network

Das Unternehmen MetaQuotes entwickelt Software für Finanzmärkte. Vor einigen Wochen kursierte im Netz die Nachricht, dass das Unternehmen bereit sei, Anwendern für ihre Teilnahme am verteilten Rechnen Geld zu zahlen. Offensichtlich hat gerade diese Neuigkeit das Interesse der Online-Gangster an dem neuen „Cloud“-Service geweckt.


Google-Ergebnisliste auf die Suchanfrage “MQL5 Cloud Network money”

Es besteht Grund zu der Annahme, dass sich der Schädling via E-Mail verbreitet. Hat er einen Rechner infiziert, bestimmt er zunächst die Art des Betriebssystems. In Abhängigkeit davon lädt er entweder eine 32-х- oder eine 64-х-Bit-Version der offiziellen Software von MetaQuotes. Daraufhin startet MQL5Miner den Dienst zur Teilnahme am System des verteilten Rechnens, und gibt als Konto, auf das das Geld für die produzierte Rechenleistung überwiesen werden soll, das Konto der Cyberkriminellen an.


Arbeitsfenster der legalen Software von MetaQuotes

Wie man sieht, lassen Cyberkriminelle keine Möglichkeit ungenutzt, Geld zu „verdienen“, unter anderem auch, indem sie die Kapazität von infizierten Rechnern ohne Wissen ihrer Besitzer ausnutzen.

Wir haben die Firma MetaQuotes über das Konto informiert, das die Webgangster benutzen.

Geld aus der „Cloud“

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