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Gartner über die Gefahr von Datenverlust auf mobilen Plattformen

Laut Prognose von Gartner werden zum Jahr 2017 Tablets und Smartphones die Hauptherde von Datenlecks sein. Dabei werden in 75% der Fälle schlecht konfigurierte Apps der Grund für die Sicherheitsvorfälle auf mobilen Geräten sein.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt beobachtet Gartner einen stetigen Rückgang des PC-Absatzes – bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach mobilen Smart-Geräten. Der Marktanalyst erwartet, dass die Zahl der verkauften Tablets und Smartphones im laufenden Jahr um die 2,2 Milliarden Einheiten betragen wird. Gleichzeitig werden die Angriffe auf mobile Geräte immer raffinierter werden.

„Die Gründe für Datenverlust von mobilen Geräten sind und bleiben Fehler in der Konfiguration und der unsachgemäße Gebrauch von Anwendungen, und keinesfalls technisch ausgeklügelte Angriffe“, erklärte Dionisio Zumerle, leitender Forschungsanalyst bei Gartner. „Ein klassisches Beispiel für eine schlechte Konfiguration ist die nicht korrekte Nutzung von Cloud-Services mittels auf Smartphones oder Tablets installierten Apps. Die Übermittlung von Unternehmensdaten über derartige Anwendungen führt zu Datenlecks, von denen die entsprechende Organisation in den meisten Fällen noch nicht einmal etwas ahnt.“

Ein mobiler Schädling, der auf einem Gerät läuft, das auf administrativer Ebene verändert wurde, kann erheblichen Schaden anrichten. „Die besten Beispiele für eine derartige Kompromittierung von Plattformen sind der „Jailbreak“ von iOS-Geräten und das „Rooten“ von Android“, erläutert Zumerle. „Dabei werden die Privilegien des Anwenders erhöht, der dann über Administratorenrechte verfügt.“

Nutzer nehmen diese Veränderungen bewusst vor, um Zugriff auf solche Ressourcen zu erhalten, die normalerweise für sie nicht verfügbar sind. Allerdings gehen sie damit ein großes Risiko ein, da das Sicherheitssystem von Anwendungen unterhöhlt und die Sandbox deaktiviert wird – eine kontrollierte Testumgebung, die die Installation von Schadprogrammen verhindert. Bewusst gehackte Geräte sind auch gegenüber Angriffen durch Abfangen des Passworts verwundbar.

Um Datenverlust zu vermeiden, empfiehlt Gartner die Einführung von strengen Policies zum Umgang mit mobilen Geräten (MDM), die Anwendung von speziellen Firewalls zur Beschränkung des Zugriffs von Anwendungen auf das Internet, sowie Container, die geschäftliche und private Daten abschirmen. „Wir empfehlen zudem, gut beleumundete Services für mobile Anwendungen zu verwenden und eine externe Content-Kontrolle zu gewährleisten, die es ermöglicht, all das zu überprüfen, was auf das mobile Gerät geliefert wird“, rät Zumerle.

Quelle: Gartner

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