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FTC erklärt SMS-Betrügern den Krieg

FTC erklärt SMS-Betrügern den Krieg 

Die Federal Trade Commission (FTC) der USA hat acht Klagen gegen die Verbreiter von Werbung und die Inhaber betrügerischer Websites eingereicht, die unter dem Verdacht stehen, am Versand von Spam-SMS beteiligt zu sein, in denen mit „kostenlosen“ Preisen und Geschenkkarten gelockt wird.

Als Angeklagte werden 29 Unternehmen und physische Personen genannt, die nach Angaben der FTC insgesamt über 180 Millionen unerwünschte SMS verschickt haben. Die Empfänger wurden mit verschiedenen Preisen gelockt, unter anderem mit Geschenkkarten im Wert von 1000 US-Dollar von verschiedenen großen Einzelhandelsketten, wie etwa Best Buy, Walmart und Target. Doch mit einem Klick auf den in der Kurzmitteilung enthaltenen Link wurde dem Telefonbesitzer offenbart, dass er vor Erhalt des „kostenlosen“ Preises einen zweifelhaften Antrag ausfüllen und eine Reihe von Werbeplattformen besuchen müsse, wo er unter Umständen obendrein für bezahlpflichtige Services registriert wurde. In einigen Fällen waren die Anwärter auf die „Geschenke“ genötigt, mehr als ein Dutzend derartiger Angebote entgegenzunehmen, einschließlich Angebote über Kreditvergaben und bezahlpflichtige Abonnements, bei denen Finanzinformationen offen gelegt werden mussten. Dabei erwies sich der heißersehnte Preis oft als Mythos, und die im Zuge der Spam-Kampagne zusammengetragenen persönlichen Informationen wurden später an Dritte verkauft, die diese Daten wiederum im Rahmen von Marketing-Versendungen verwendeten.

Die FTC reichte in verschiedenen Bundesstaaten sieben Klagen gegen die Autoren der SMS-Versendungen ein, unter anderem gegen den Wiederholungstäter Phillip Flora, sowie eine Klage gegen Betreiber von betrügerischen Websites. Die amerikanische Regulierungsbehörde hofft, ein gerichtliches Verbot von betrügerischen Methoden zur Beförderung von kostenpflichtigen Services zu erwirken und den Umfang der Spam-Versendungen einzuschränken. Laut Kläger versendeten die Initiatoren der Spam-Kampagne die betrügerischen Kurznachrichten an willkürliche Nummern von Abonnenten, obgleich in 12% der Fälle der Tarif des Nutzers keine SMS beinhaltete. Die Betreiber der Websites, auf die in den Spam-Links verwiesen wurde, verstoßen gegen die „rules of fair practice“ – die Vorschriften der National Association of Securities Dealers –, da sie dem Besucher der Sites wichtige Informationen vorenthalten, wie etwa die Bedingungen für den Erhalt eines „kostenlosen“ Preises, die unter anderem finanzielle Ausgaben beinhalten. Überdies initiieren und bezahlen die Betreiber von Betrugsressourcen nach Meinung der FTC Spam-Werbekampagnen und erhalten zudem eine Provision für die Erhöhung der Besucherzahlen auf Webservices von Partnerprogrammen.

Quelle: Federal Trade Commission

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