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Firefox entwickelt sich zum Spion

Mozilla hat mit dem Add-on ‚Geode‘ eine Lokalisierungsfunktion in seinen Firefox-Browser eingebaut. Mit dieser Zusatzsoftware kann der Browser feststellen, wo sich der Nutzer befindet und ihm passende Angebote und Nachrichten einblenden.

Mozilla folgt dabei der ‚Geolocation Specification‘ des World Wide Web Consortium (W3C). In der kommenden Beta von Firefox 3.1 und der Alpha des mobilen Firefox ‚Fennec‘ soll dieses Feature schon standardmäßig integriert sein.

Bei Geode wird auf verschiedene Verfahren der Standortbestimmung zurückgegriffen. Dazu gehören GPS über WLAN-Anbieter und auch Mobilfunksendemasten. Interessant soll die Übermittlung des Nutzerstandortes unter anderem für Online-Dienste wie zum Beispiel Newsportale sein, die ihre Informationen dann lokal anpassen können.

Auch Erweiterungen für Firefox sollen mit der Geolocation arbeiten, wie beispielsweise der ‚Food Finder‘. Hierbei werden in der Nähe befindliche Cafés und Restaurants angezeigt. Dieses Firefox-Plugin ist also etwa mit der iPhone-Applikation AroundMe vergleichbar.

Datenschützer zeigen sich wenig begeistert von dieser angekündigten „Spionage“-Funktion. „Mit Geode ist ein Erstellen von vollständigen Bewegungsprofilen möglich. Man kann ortsbasierte Services auch datenschutzkonform betreiben“, sagte Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig Holstein.

Wie die Mozilla Foundation den Datenschatz verwalten wird und was wo an Ortsdaten gespeichert werden darf, ist bislang noch nicht endgültig geklärt. Der Nutzer solle aber in jedem Fall die Geode-Funktion ausschalten können.

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