FBI schätzt die durch Cryptowall verursachten Verluste auf 18 Millionen Dollar

Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr haben die Opfer der Erpressersoftware Cryptowall, die sich an das FBI gewandt haben, insgesamt über 18 Millionen Dollar verloren.

Cryptowall gehört zu der Art von Blockier-Programmen, die Dateien auf dem Computer des Opfers verschlüsseln und daraufhin ein Lösegeld für die Herausgabe des Dechiffrierungsschlüssels fordern. Dieser Schädling wird mit Hilfe von Spam-Mitteilungen oder Websites mit Exploits verbreitet.

Innerhalb der 16 Monate, in denen sie im Netz bereits ihr Unwesen treibt, war die gleichnamige Familie schon häufiger Modifikationen unterworfen. Zu den wichtigsten dieser Veränderungen gehört die Verlagerung der Kommando-Infrastruktur von Cryptowall in das anonyme Netzwerk Tor, wo sie besser verborgen ist. Die Betreiber von Verschlüsselungsprogrammen wählen häufig eine solche Taktik, man denke nur an Critroni.

Das Lösegeld ziehen die Erpresser meist in Bitcoin oder einer anderen virtuellen Währung ein, und die finanziellen Verluste, die durch die Aktivität von Cryptowall verursacht wurden, sind nach Einschätzung des FBI durchaus nicht unwesentlich. „CryptoWall und seine Spielarten werden seit 2014 aktiv gegen amerikanische User eingesetzt“, konstatieren die Bundesagenten in einer veröffentlichten Warnmitteilung. „Dabei beschränken sich die finanziellen Folgen für die Opfer nicht auf die Lösegeldsumme, die gewöhnlich zwischen 200 und 10.000 Dollar beträgt.“

„Viele Opfer haben zusätzliche Kosten, die mit der Risikominimierung der Netze, Netzwerk-Abwehrmaßnahmen, Produktionsverlusten, Anwaltskosten, IT-Services und/oder der Anschaffung von Kreditüberwachungsservices für Angestellte und Kunden zusammenhängen“, erklärt das FBI. „Von April 2014 bis August 2015 erhielt das IC3 [Beschwerdestelle für Internetkriminalität] 992 Benachrichtigungen über CryptoWall-Vorfälle. Die Gesamtverluste der Opfer, die diese Meldungen gemacht haben, liegt bei über 18 Millionen Dollar.“

Das FBI und andere Strafverfolgungsbehörden konnten schon häufiger deutliche Erfolge im Kampf gegen Verschlüsselungsprogramme erzielen. So haben die Strafverfolgungsbehörden verschiedener Länder im Juni vergangenen Jahres einen koordinierten Schlag gegen das Botnetz GameOver/ZeuS geführt. Als Folge dieser umfassenden Operation wurde auch die mit CryptoLocker in Verbindung stehende Aktivität unterbunden. Denn das Botnet, das auf der Grundlage des Bank-Trojaners GameOver aufgebaut war, wurde auch häufig zur Verteilung von CryptoLocker benutzt, und nach dessen Eliminierung wurde auch das funktionierende Verbreitungsschema des Erpresserprogramms in Mitleidenschaft gezogen.

Quelle: Threatpost

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