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Facebook wirft Hacker-König raus

Das soziale Netzwerk Facebook hat Hacker-König Kevin Mitnick den Zugang verwehrt. Dabei hatte der berüchtigte Computer-Crack nicht einmal etwas falsch gemacht – die Administratoren glaubten einfach nicht, dass es sich bei dem Inhaber des Kontos um den echten Mitnick handelte. Denn der Hacker gilt als einer der berühmtesten Vertreter seiner Zunft, aus Heldenverehrung wird sein Name immer wieder für gefälschte Konten missbraucht.

Kevin Mitnick war in der ersten Hälfte der Neunziger Jahre zu Berühmtheit gelangt. Damals war der Hacker mit Vorliebe in Hochsicherheitssysteme eingebrochen, die als unknackbar galten. Unter anderem brach er mehrfach in die Computer des Pentagon ein, als Fingerübung knackte er das Ticketsystem für Busse in Los Angeles, um sich kostenlose Fahrkarten zu besorgen. Für Jahre hielt er mithilfe seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten die amerikanische Bundespolizei FBI zum Narren und konnte den Ermittlern immer wieder entkommen. Besonderes Talent zeigte Mitnick dabei, sich fremder Identitäten zu bemächtigen und so dem Zugriff der Polizei zu entkommen. 1995 landete er schließlich doch im Gefängnis, verbüßte eine Haftstrafe. Heute leitet er ein eigenes Beratungsunternehmen für Computer-Sicherheit.

Nun wurde Mitnick ausgerechnet von Facebook vorgeworfen, eine falsche Identität zu benutzen. Sein echtes Profil hielten die Administratoren für ebenso gefälscht wie die seiner Bewunderer, die unter seinem Namen ebenfalls ein Profil bei Facebook unterhalten. Weil Facebook aber das Auftreten unter fremdem Namen untersagt, sperrten die Verantwortlichen kurzerhand alle Profile unter Mitnicks Namen, auch das Echte. Und der Hacker, der stets erfolgreich fremde Identitäten angenommen hatte, konnte Facebook nicht davon überzeugen, der echte Kevin Mitnick zu sein.

„Das hat mich ohne Ende frustriert“, so Mitnick in einem Interview mit dem amerikanischen Magazin CNET. „Ich war einmal äußerst gut darin, andere glauben zu machen ich sei jemand anderes. Und jetzt kann ich nicht einmal beweisen, dass ich der echte Kevin Mitnick bin. Das ist irgendwie traurig.“ Auch eine E-Mail von seinem Firmen-Account bei seinem eigenen Unternehmen Mitnick Security Consulting konnte die Administratoren nicht überzeugen. Erst der Bericht von CNET konnte Abhilfe schaffen – mittlerweile ist Mitnick wieder über das Soziale Netzwerk zu erreichen.

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