Exotische Namen schützen vor Spam

Ihr Name bestimmt, wie stark Spam Ihre Mailbox zumüllt. Das geht zumindest aus einer Untersuchung eines britischen Forschers hervor. Dieser beschäftigte sich mit der Verteilung von Spam und fand Überraschendes heraus: Je nach Anfangsbuchstabe des Namens bekommt man mehr oder weniger Werbenachrichten.

Richard Clayton vom Computerlabor der Cambridge University in England untersuchte acht Wochen lang den eMail-Verkehr eines britischen Providers. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Unterschied in der Spamhäufigkeit. Wer eine eMail-Adresse verwendet, die mit A, J, M oder S beginnt, bekommt bis zu zwanzig Mal mehr Spam als ein Nutzer mit einer Zahl am Anfang der eMail-Adresse oder den bei Spammern anscheinend unbeliebten Buchstaben O, Q, U und X.

Anscheinend werden die eMail-Listen von Cyberkriminellen aus Namenslisten gebaut. Irgendwann dürfte aufgefallen sein, dass „max.mustermann@firma.de“ so offensichtlich ist, das „max.mustermann@andere-firma.de“ höchstwahrscheinlich auch funktioniert. Diese Methode des Spammens nennt sich Wörterbuch- oder Rumpelstilzchen-Attacke. Dabei nehmen die Spammer in Kauf, dass mindestens die Hälfte ihrer geratenen eMail-Adressen tatsächlich nicht existieren – am Ende kommen trotzdem genügend Spam-Mails an.

Im Bezug auf das weltweite Spam-Vorkommen könnte man also vermuten, dass die 97 Prozent des eMail-Verkehrs zu 50 Prozent nur aus Datenmüll ohne Empfänger bestehen. Das Spam-Problem ist mittlerweile so gewuchert, dass nur knapp drei Prozent aller Nachrichten keine Spam sind. Wenn Sie also das nächste Mal im Spam ersticken, können Sie so wenigstens einen Teil des Zufalls-Spams ausblenden. Von der eMail-Adresse XXX@arbeitgeber.de raten wir allerdings ab – das könnten andere missverstehen.

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