Erste infizierte Smartphones in den USA

Der Smartphone-Virus Cabir hat offenbar erfolgreich eine Reise über den großen Teich angetreten und hat erstmals Symbian-Mobiltelefone auf amerikanischem Boden befallen. Die Geräte – zwei Nokia 6600 Telefone – waren im Schaufenster eines Geschäfts in Santa Monica Kalifornien zu sehen.

Zwar sind Anwender bereits daran gewöhnt, dass sich digitale Schädlinge innerhalb von Minuten via Internet über den ganzen Erdball verbreiten, bei Cabir verdient die geografische Komponente jedoch mehr Beachtung. Denn die Infektion funktioniert drahtlos per Bluetooth, das eine Reichweite von nur wenigen Metern hat. Damit ist der Infektionsradius mit dem menschlicher Viren vergleichbar.

Wie die Geräte im Schaufenster infiziert wurden, scheint damit klar: Der Besitzer eines infizierten Mobiltelefons hat offenbar einen genauen Blick auf die Auslage geworfen oder ist möglicherweise auch nur daran vorbei gegangen. Diese Aktionen würden wiederum ausreichen, damit die Schaufenster-Geräte die Smartphones von Passanten infizieren. Inzwischen dürften diese aber entfernt worden sein.

Seit dem Moment seines Auftauchens im Juni vergangenen Jahres hat sich Cabir verändert – aus einem einfachen Wurm, welcher von Anwendern als Programm im Mobil-Telefon entdeckte wurde, verwandelte sich der Wurm in ein Schadprogramm. Bereits in einigen zig Ländern wurden Cabir-Versionen detektiert. Laut Angaben des finnischen Anti-Virus-Unternehmens F-Secure, sind die amerikanischen Telefone mit den Versionen Cabir.H und Cabir.I infiziert.

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