eleven über Spam-Versendungen im Jahr 2012

Im vergangenen Jahr registrierten die Spam-Filter von eleven um das Anderthalbfache weniger illegitime Mitteilungen als im vorangegangenen Jahr. Das Spam-Niveau im E-Mail-Traffic lag bei 75,8% – gegenüber 87,4% im Jahr 2011, allerdings stieg der Anteil der schädlichen und zielgerichteten Phishing-Mails (Spear Phishing) deutlich an.

Die gefährlichen zielgerichteten Attacken, die sich gegen eine eng begrenzte Anwendergruppe oder eine konkrete Person richten, werden immer raffinierter und professioneller, und sie sind immer schwerer von den legitimen Nachrichten zu unterscheiden. Im Laufe des Jahres beobachteten die Experten eine Vielzahl von lokalisierten Spam-Kampagnen, die auf ein bestimmtes Land zugeschnitten sind, in der Landessprache abgefasst wurden und lokale Marken als Köder verwenden. Laut Prognose von eleven wird sich der Trend weg von massenhaften Spam-Versendungen hin zu eng eingegrenzten Kampagnen auch in diesem Jahr fortsetzen.

Das zielgerichtete Phishing hat sich im Laufe des Jahres zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt. Die Informationen, die für die Personalisierung solcher Mails unerlässlich sind, beschaffen sich die Cyberkriminellen zumeist mit Hilfe von Hacks. Die Experten sagen voraus, dass das Spear Phishing im Jahr 2013 eine Schlüsselrolle für die Online-Verbrecher spielen wird, da es ihnen ermöglicht, in kritische Objekte einzudringen, wie etwa Regierungssysteme und –Netzwerke. Gleichzeitig wird die Suche nach detaillierten Informationen verstärkt, die für die Durchführung von zielgerichteten Versendungen nötig sind, daher ist zu erwarten, dass die Zahl der Hackerangriffe und Phishing-Attacken merklich zunehmen wird.

Im vergangenen Jahr bestand die Hauptverbreitungsmethode von Schädlingen im Netz nach Einschätzung von eleven in Drive-by-Downloads, denen eine Spam-Versendung vorausging. Gemäß der Statistik des Unternehmens entfielen fast 10% des unerwünschten Mail-Traffics im September letzten Jahres auf Spam mit schädlichen Links. Die Zahl der Spam-Mails, die auf die Verbreitung von Schädlingen ausgerichtet sind, stieg innerhalb des Jahres deutlich an. Bei den bekannten schädlichen Programmen betrug die Zunahme 226%, bei den neuen – 153%. Der Anteil der Erstgenannten am allgemeinen E-Mail-Aufkommen stieg dabei von 0,06 auf 0,4%, der der Letztgenannten von 0,04 auf 0,5%.

Die monatlich von den Experten erstellte Liste der Länder, die am meisten Spam nach Deutschland versenden, hat sich im Laufe des Jahres kontinuierlich verändert. Es scheint, als würden die Spammer ihre Botnetze nach dem Rotationsprinzip einsetzen, um so deren Aufdeckung und Neutralisierung zu verhindern. Die ТOP 10 der Spammer-Länder, die von eleven für das gesamte Jahr veröffentlicht wurde, wird von Indien angeführt, auf dessen Anteil 12,3% der illegitimen Korrespondenz entfielen. Auf Indien folgen absteigend Saudi Arabien (9%), Rumänien (5,8%), Deutschland (5,5%), Brasilien (5,4%), Russland (5%), die USA (4,1%), die Türkei, Vietnam und Polen. Bei den Spam-Themen stand Werbung für pharmazeutische Präparate mit einem Wert von 33,5% am Spam-Traffic an erster Stelle. Der Anteil der Werbung für Glücksspielhäuser betrug 22,1%, für Tourismusangebote 8,5%, Werbung für Imitate von Luxuswaren war mit 6% vertreten, schädliche Sendungen mit 1,8% und Betrugsmails mit 0,6%.

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