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eleven: Abnahme der Spam-Menge zum Ende des Jahres

Laut Statistik des Unternehmens eleven ging die Spam-Menge im deutschen Internetsektor im vergangenen Dezember um 40,9% zurück, im Januar um weitere 15,8%. Der Trend zur Abnahme der Spamströme in dieser Jahreszeit wurde bereits im Vorjahr beobachtet.

Das Spamniveau in der elektronischen Korrespondenz Deutschlands sank ebenfalls – auf 60% im Januar gegenüber 70,6% im Dezember und 73,9% im November. Doch die Phisher und Verbreiter von Schädlingen legten einen Blitzstart hin: Nach Angaben von eleven stieg die Zahl der Phishing-Mitteilungen im Januar gleich um 72,4%, die Zahl der schädlichen Mails mit Anhängen um 27%. Insgesamt wiesen die Experten darauf hin, dass die meisten Spam-Kampagnen, die bösartigen eingeschlossen, heute lokalisiert sind, d.h. es werden deutsche Realien verwendet bzw. sie sind auf ein deutschsprachiges Publikum ausgerichtet.

Hinsichtlich der Thematik nahm die Bedeutung der „klassischen“ Kategorien tendenziell ab. Traditionelle Werbung für Casinos und Ähnliches belegt nach wie vor den ersten Platz, doch der Anteil dieser Kategorie am gesamten elektronischen Müll sank von 34,8% im November auf 22,9% im Januar. Den zweiten Platz in diesem Rating belegt nun die Werbung für Kontakt-Websites (18,6%). Der Anteil von Pharma-Spam stieg leicht an, doch er beträgt jetzt nur 12,9%. Der Anteil der Werbung für Imitate von Luxuswaren ist mit 4,4% nach wie vor geringfügig, die Angebote aus der Tourismusbranche haben sich im Dezember halbiert (bis auf 13,6%) und betrugen im Januar lediglich 1,2%. Bemerkenswert ist, dass der Anteil der Kategorie „Sonstige“ innerhalb von zwei Monaten von 21,6 auf 39% gestiegen ist. Es entsteht der Eindruck, dass die Spammer den Schutzfiltern, die traditionelle Spam-Werbung eindeutig identifizieren, ihren Tribut zollen und Abwechslung in ihre Angebote bringen, indem sie neue Methoden umsetzen.

Die Тор 10 der Spam-Herkunftsländer, die unerwünschte Nachrichten an deutsche Adressen versenden, wurde im Januar von den USA angeführt – und zwar erstmals wieder nach der Auflösung des großen Spam-Botnetzes Rustock. Auf die Vereinigten Staaten entfielen 10,6% der Junk-Mails. Position zwei belegte Indien (6,9%). Rumänien, das noch im Oktober/November die Spitzenposition belegt hatte, rutschte auf Platz drei ab. Darauf folgen China (5,3%) und Russland (4,3%). Deutschland selbst – sowie auch andere westeuropäische Länder – war nicht mehr in dieser unehrenhaften Hitliste vertreten; es sackte mit insgesamt 2,3% von dem 5. auf den 13. Platz.

Der Beitrag der Phishing-Versendungen am allgemeinen E-Mail-Aufkommen in Deutschland betrug im ersten Monat des Jahres laut eleven 0,03% (im November waren es nur 0,005%). Das Hauptziel der Phisher bleibt PayPal, doch sie sind auch an Zugangsdaten zu deutschen Accounts beim Internet-Shop Amazon interessiert. Eine der umfangreichsten Phishing-Kampagnen, die von den Experten im Dezember/Januar registriert wurden, richtete sich gegen die Kunden der Postbank, an die sich die Autoren der Versendungen in deutscher Sprache wendeten. Im Januar wurde Deutschland anlässlich des Valentinstags von einer Spam-Welle überrollt. Nach Angaben von eleven handelte es sich bei den meisten Valentinsangeboten der Spammer, die Gutscheine oder Rabatte versprachen, um Phishing-Mails oder schädliche Mitteilungen.

Der Anteil an bösartigen Mails mit Anhängen betrug im Januar 1,6% (eine Nachricht von 60). Von ihnen waren über 80% in deutscher Sprache abgefasst. Weit verbreitet waren dabei schädliche Fälschungen von Buchungsbestätigungen der Lufthansa, Benachrichtigungen von Vodafone oder der Deutschen Telekom über eine angeblich gesendete MMS und Mitteilungen der Deutschen Post über die Unzustellbarkeit einer Sendung. Die Fachleute von eleven verwiesen auf die hohe Qualität dieser an die deutschen Anwender adressierten Fälschungen. Im Dezember stieg der Anteil an bösartigem URL-Spam drastisch an – nach Einschätzungen von eleven betrug der Zuwachs in diesem Monat 681%.

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