Ein gesunder Browser – das Pfand für einen gefahrlosen Einkauf

Im Vorfeld der Feiertagsausverkaufs veröffentlichte das IT-Unternehmen Qualys die Ergebnisse eines Scans von über 1,4 Millionen Anwender-PCs und Macs, die fünf der gängigsten Browser verwenden. Laut den ermittelten Daten enthalten 39% dieser Anwendungen kritische Sicherheitslücken, die es ermöglichen, das Gerät entfernt zu kontrollieren, die auf der Festplatte gespeicherten Informationen einzusehen, die Tastaturanschläge und kommerzielle Transaktionen zu verfolgen und persönliche Daten abzufangen, unter anderem Finanzinformationen.

Sicherheitslücken mit hohem Risikofaktor wurden in 41% der installierten Internet Explorer gefunden, bei Chrome waren es 40%, bei Firefox 35%, bei Opera 34% und für Safari lag dieser Wert bei 29%. Dabei weisen die Experten darauf hin, dass die Webbrowser selbst nur ein geringer Teil des Problems sind, denn die meisten von ihnen werden regelmäßig aktualisiert. So können 90% der reinen Chrome-Installationen, 85% der Firefox und 75% der IE-Installationen als absolut sicher angesehen werden. Die Hauptquelle kritischer Lücken sind die Browser-Plugins, in erster Linie Adobe Shockwave (gefährlich sind 23% der Anwenderdatenbanken), Oracle Java (16%) und Apple Quicktime (14%). Für Adobe Reader und Flash war dieser Wert ein wenig niedriger (je 12%).

Qualys schließt nicht aus, dass das Sicherheitsniveau der Gesamtpopulation dieser Browser im Internet ein wenig höher ist: Untersucht wurden in diesem Fall nur die Anwender, die vor den Weihnachtsfeiertagen die Zuverlässigkeit ihrer Werkzeuge überprüfen wollten. Laut NetMarketShare.com wird der IE derzeit von 58,36% der Internetnutzer verwendet, Firefox von 18,54%, Chrome von 15,44%, Safari von 5,90% und Opera von 1,39%. Das sind solide Zahlen, und die von Qualys ermittelten Ergebnisse sollten nicht nur diejenigen berücksichtigen, die vorhaben, sich demnächst im Internet nach Weihnachtsgeschenken umzusehen. In Zeiten, in denen die Zahl und Vielfalt von Cyberattacken zunimmt, ist es kein Luxus, Browser und dazugehörige Erweiterungen auf dem neusten Stand zu halten. Es ist vielmehr eine unerlässliche Notwendigkeit, durch die die Zahl der Lecks, durch die Cyberkriminelle eindringen, wesentlich verringert werden kann.

Quelle: Net-Security.org

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