Dyreza-Spam mit serverseitigem Polymorphismus

Das IT-Sicherheitsunternehmen Bitdefender warnt vor einer neuen gewaltigen Spam-Welle, die die Ansiedlung des Bank-Trojaners Dyreza, alias Dyre zu Ziel hat. Innerhalb eines Tages registrierten die rumänischen Forscher 30.000 schädliche Mitteilungen, die aus den folgenden Ländern verschickt wurden: USA, Russland, Türkei, Frankreich, Kanada und Großbritannien.

Dem Namen nach zu urteilen, den die Cyberkriminellen der Spam-Kampagne verliehen haben – 2201us – wurde sie am 22. Januar angeschoben und richtet sich in erster Linie an amerikanische Anwender. Die schädlichen Mails kommen als Benachrichtigung über ein eingegangenes Fax daher und sind mit einem Link auf eine html-Datei ausgestattet.

Wie eine Analyse gezeigt hat, enthält diese Datei einen Redirect auf eine Seite mit stark obfuskiertem Javascript, das bei der Verarbeitung automatisch ein zip-Archiv von einer Dritt-Site lädt. Bemerkenswert ist, dass der Name dieser Archiv-Datei sich bei jedem Laden ändert, das heißt, die Cyberkriminellen wenden Polymorphismus auf Server-Ebene an, um den Antiviren-Schutz zu umgehen.

Nachdem der Schadcode geladen wurde, leitet dasselbe Javascript den Browser des Nutzers auf eine lokalisierte Seite eines Faxdienstes um – offensichtlich als Ablenkungsmanöver. Die archivierte ausführbare Datei ist zu dem selben Zweck mit einem PDF-Icon ausgestattet. Tatsächlich enthält sie aber einen Downloader, der seinerseits Dyreza lädt und startet.

Die Analysten von Bitdefender konnten zudem eine Liste der Ziele des über Spam verbreiteten Bankers ausfindig machen. Dabei handelt es sich um Kunden von Finanzorganisationen der USA, Großbritanniens, Irlands, Australiens, Rumäniens und Italiens. Die Forscher wiesen aber darauf hin, dass der Angriff – ungeachtet der recht komplizierten Technik, die dabei zum Einsatz kommt – nicht ohne Beteiligung des Nutzers erfolgreich sein kann, der zumindest das schädliche zip-Archiv öffnen und die Ausführung des Inhalts starten muss.

Quelle:        darkreading

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