Die Spyware-Flut kommt

Sicherheitsexperten haben vor einem dramatischen Anstieg bei Spionageprogrammen gewarnt. Wie MessageLabs in seinem aktuellen Report berichtet, handele es sich um eine Steigerung von 58 Prozent. Die Zahl der anderen Varianten schädlicher Software wie Viren und Spam stagniert dagegen.

Gefährliche Internetseiten werden offenbar zum bevorzugten Verteilungsmittel für Schadprogramme. Die Seiten erscheinen im Browser ganz normal, installieren aber beim Betrachten fiese Spionageprogramme. Diese sammeln und versenden private Daten an Online-Kriminelle oder bombardieren den Nutzer mit unerwünschter Werbung.

Die Angreifer nutzen dabei die Unwissenheit der Nutzer schamlos aus. Unter anderem sind bis zu zehn Prozent der normalen Internetseiten infiziert – etwa durch verseuchte Programmierer-Bibliotheken. Viele frei verfügbare Programme bergen dabei Schwachstellen, an die die Spyware andocken kann.

Besonders beliebt bei den Hackern: Das Einschleusen der Schädlingen in SQL-Datenbanken von Internetseiten. Im Laufe des Jahres dämmten Sicherheitsexperten das Problem allerdings durch aktualisierte Schwarze Liste ein. Dadurch konnte die reine Virenverbreitung etwas unterbunden werden. Die aktuelle Welle von Spyware-Angriffen basiert allerdings auf komplexen HTML / Javascript-Methoden, die Internet-Anwendungen auf Servern infizieren oder Lücken in verschiedenen Browser-Plugins nutzen. Sorgen Sie deswegen für einen aktuellen Virenscanner, eine aktuelle und gut konfigurierte Firewall sowie aktuelle Browser. Sicherheitspatches sollten Sie unverzüglich ausführen und niemals Passwörter auf dem Rechner speichern.

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