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„Das dreckige Dutzend“ von Sophos: Weißrussland auf dem Weg an die Spitze

Laut Statistik von Sophos wird die unrühmliche Liste der Spam-Herkunftsländer auch im zweiten Quartal wieder von den USA angeführt. Den zweiten Platz belegte Weißrussland, das gleich zwei Positionen nach oben kletterte und China auf den dritten Platz verwies. Von April-Juni gesellten sich drei Neueinsteiger zu dem „dreckigen Dutzend“: die Ukraine, Kasachstan und Argentinien, wobei das erstgenannte Land rasant nach oben strebte und von 0 auf Position vier landete.

Nach Angaben von Sophos betrug der Beitrag der USA und Weißrusslands zum weltweiten Spam-Traffic 13,8% und 11,7% respektive, der von China und der Ukraine war dagegen nur halb so groß (5,9 und 5,5%). Die rote Laterne des „dreckigen Dutzends“ bilden Russland (2,6%) und Deutschland (2,5%). Russland stieg um eine Position, Deutschland gleich um 4 Plätze auf. Frankreich, Peru und Südkorea sind im ersten Quartal 2013 nicht im Rating vertreten. Für Frankreich ist diesbezüglich ein fortschreitender Prozess deutlich erkennbar: Im vorangegangenen Quartal belegte dieses Land im Sophos-Ranking den sechsten Platz.

Die Experten weisen darauf hin, dass die Positionierungen von China und Indien (6. Platz) in der Hitliste nicht überraschend ist: In diesen beiden Ländern leben jeweils mehr als eine Milliarde Menschen, und der Bedarf nach Internet-Zugriff steigt beständig. In den USA leben derzeit mehr als 300 Millionen Menschen, und die Internetdurchdringung ist in diesem Land extrem hoch.

Das meiste Spam wird heute über Botnetze verbreitet, und Sophos weist einmal mehr darauf hin, dass die Beobachtung der ausgehenden Spam-Ströme nach Ländern nur etwas über den Umfang und den Grad der Infizierung des lokalen Computerparks aussagt. Die Organisatoren der Spam-Versendungen können von anderen Ländern aus operieren, indem sie infizierte Computer im Ausland als gehorsame Vollstrecker ihres Willens einsetzen. Meisten gehen Phisher, die Verbreiter von Schadprogrammen und Betrüger, die ihren Aufenthaltsort besonders sorgfältig verbergen, auf diese Weise vor.

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