News

Damballa: Autoklicker – der Wolf im Schafspelz

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres registrierten die Forscher von Damballa um die 32 Millionen aktive Klicker-Infektionen innerhalb ihrer Kundendatenbank. Wie sich zeigte, werden Botnetze auf der Basis von Klickern häufig an andere Cyberkriminelle verliehen oder verkauft, die sie wiederum nicht nur zum Klickbetrug einsetzen, sondern auch, um andere Schädlinge in Umlauf zu bringen, insbesondere Erpresser- bzw. Verschlüsselungssoftware.

Die schädlichen Bots, die mit jedem Klick auf ein Werbebanner Geld in die Taschen ihrer Betreiber spülen (pay-per-click), sind in erster Linie für Werbegeber ein Ärgernis, die Geld in der Hoffnung bezahlen, dass ein Besucher nicht nur auf ihre Seite geht, sondern auch die dort beworbene Ware oder Dienstleistung kauft. Laut Daten der amerikanischen Association of National Advertisers (ANA, Vereinigung der nationalen Werbegeber) kostet die Aktivität von Klick-Malware die Werbungsgeber in den USA jährlich etwa 6,3 Milliarden US-Dollar.

Für die infizierten Rechner stellen die Klicker normalerweise keine direkte Bedrohung dar, und angesichts der aktuellen Vielfalt von Cyberbedrohungen neigen die IT-Sicherheitsabteilungen in Firmen dazu, dem Klickbetrug nur niedrige Priorität einzuräumen. Doch wie eine Studie von Damballa zeigt, ist es an der Zeit, diesbezüglich umzudenken.

Eine der Attacken, die im Mai von den Experten absichtlich provoziert wurde, begann mit Spam-Mails, die auf die Verbreitung von Asprox (in der Klassifikation von Kaspersky Lab: Net-Worm.Win32.Aspxor) ausgelegt war. Nach dem Start wurde der Windows-Schädling vom Steuerungsserver aktualisiert und lud einen Downloader, ein Rootkit und ein Installationsprogramm für den Klicker. Daraufhin wurde auf den Opfercomputer auch CryptoWall geladen, der umgehend begann, parallel zu der Hintergrundarbeit des Klickers Dateien zu verschlüsseln.

Bemerkenswert ist, dass Asprox all diese zusätzlichen Installationen innerhalb von zwei Stunden durchführte. Die Forscher warnen, dass sich eine solche vielstufige Infektion in einer Unternehmensumgebung mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten kann, dabei einen Rechner nach dem anderen außer Gefecht setzt und den Cyberkriminellen obendrein noch zu Einnahmen verhilft.

Quelle: CSO

Damballa: Autoklicker – der Wolf im Schafspelz

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach