Cyberterroristen greifen Georgien an

Hacker attackierten am Wochenende eine Internetseite der georgischen Regierung. Die Seite des Präsidenten wurde mit einer DDOS-Attacke aus dem Netz geschossen. Politische Spannungen könnten der Auslöser sein – die Hackerattacke lässt sich über mehrere Ecken nach Russland zurückverfolgen.

Am Wochenende wurde die Internetseite von Mikheil Saakashvili, dem Präsidenten von Georgien, Ziel einer DDOS-Attacke. Die Attacke vom Typ MachBot wurde aus einem Botnetz gestartet, dessen Ausgangsserver vermutlich in Amerika steht. DDOS bedeutet distributed denial-of-service, eine Art verteilte Überlastung eines Servers durch eine Lawine nutzloser aber zeitraubender Anfragen. Der Command-and-Control-Server ist der Startpunkt der Lawine. Dennoch waren die verwendeten Hilfsmittel eher in der russischen Hackerszene verbreitet, so der Sprecher der Sicherheitsexperten von der Shadowserver Foundation.

Die Shadowserver-Foundation ist eine Gruppe unabhängiger und ehrenamtlicher Sicherheitsexperten. Sie befassen sich mit den verschiedenen Malware-Varianten im Internet und erkannten auch die Attacke in Georgien. Das US-Fachmagazin PC World vermutet, dass diese Attacke nur eine von vielen ist. Aktuell sind Politiker, die nicht russlandkonforme Politik machen, ins Visier von Cyberterroristen geraten.

Es fehlen handfeste Beweise, aber zahlreiche Seiten in Estland und Litauen litten unter ähnlichen Angriffen. Allen drei Ländern ist gemein, dass kurz zuvor antirussische Gesten von den jeweiligen Regierungschefs kamen. Im Falle Georgiens: Das Land zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer möchte dem Nordatlantik-Verteidungspakt (NATO) beitreten.

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