Conficker-Wurm legt britisches Polizeinetz lahm

Der Computer-Wurm Conficker hat das Computersystem der Polizeibehörde im englischen Manchester komplett lahm gelegt. Drei Tage lang konnten die Beamten die Computer nicht benutzen und wurden unter anderem von der nationalen Polizei-Datenbank getrennt. All das, weil wohl ein Kollege den Wurm mit einem USB-Stick eingeschleppt hatte. Für Manchester ist das nicht die erste Conficker-Infektion.

Am Freitagabend verbreitete sich der Conficker-Wurm in kürzester Zeit über das Netzwerk auf allen Computern der städtischen Polizei. Wie die Zeitung Manchester Evening News berichtet, brach kurz darauf die Internet-Anbindung ab und die E-Mail-Konten wurden unbrauchbar. Als erste Sicherheitsmaßnahme wurde das Computernetzwerk von der nationalen Datenbank Police National Computer getrennt, über die die Überprüfung von Personen, Strafregistern und Fahrzeugdaten erfolgt. Die Beamten mussten Abfragen der Datenbank telefonisch von Kollegen auswärtiger Dienststellen erbitten.

Computer-Experten arbeiteten drei Tage lang, um das Netzwerk und sämtliche Computer von dem Conficker-Wurm zu befreien und das gesamte System wieder funktionstüchtig zu machen. Die Polizei geht nicht davon aus, dass es sich bei dem peinlichen Zwischenfall um einen absichtlichen und gezielten Angriff auf das Computer-System der Dienststelle handelte. Für die Polizei gilt nun ein striktes Verbot für private USB-Sticks. Denn die Experten vermuten, dass ein solcher Stick eventuell dem Wurm als Hintertür auf das Netzwerk der Wache gedient haben könnte. Genauere Untersuchungen sollen die Ursache der Infektion aufklären.

Auch die Stadtverwaltung von Manchester war bereits Opfer des Conficker-Wurms. Im Sommer 2009 legte der Schädling das Computer-Netz der Verwaltung lahm und verhinderte unter anderem die Zustellung von Knöllchen. Die Instandsetzung des Systems kostete den britische Steuerzahler etwa 1,5 Millionen Pfund.

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