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Computervirus legt Notruf in Australien lahm

Ein Computervirus hat am Wochenende für einen Totalausfall des computergestützten Notrufsystems im Südosten Australiens gesorgt, berichtet der Sydney Morning Herald. Die Mitarbeiter der New South Wales (NSW) Ambulance, die rund sieben Millionen Australier medizinisch versorgt, mussten den Betrieb mit Telefon, Papier und Stift aufrechterhalten. Wie der Virus in das isolierte System gelangen konnte, ist noch unklar.

Die Mitarbeiter der australischen NSW Ambulance gerieten am Wochenende besonders ins Schwitzen. Ausgerechnet das zentrale Logistiksystem, das Notrufe aus Sydney und dem gesamten Südosten Australiens entgegennimmt und die Einsätze steuert, versagte am Samstag gegen 13 Uhr unter nicht geklärten Umständen. Rund 24 Stunden lang blieb dem Personal nichts anderes übrig, als auf manuellen Betrieb umzustellen: Die Mitarbeiter nahmen Notrufe persönlich an und erteilten per Zettel und Stift die Order an die Einsatzwagen. Erst am Montagmorgen gelang es, alle vier Systeme in Sydney, Charleston, Dubbo und Warilla zu reaktivieren. .

Gesundheitsministerin Carmel Tebbutt sagte, es habe keine Gefahr für das Leben der Patienten gegeben. Laut dem Leiter der Ambulanz sei es zu keinerlei Verzögerungen bei der Notruf-Annahme gekommen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Opposition, Jillian Skinner, sieht dennoch weiterhin eine Gefahr: Der Fehler im System „könnte möglicherweise Leben kosten“. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales will daher die genaue Ursache des Ausfalls untersuchen. Noch tappen die Experten jedoch im Dunkeln. Ein Mitarbeiter der Ambulanz äußerte gegenüber dem Sydney Morning Herald, die Vermutung, der Virus sei über den USB-Anschluss eines der Computer eingeschleppt worden, also über eine externe Festplatte oder einen USB-Stick. Das Netzwerk sei ansonsten „physisch völlig isoliert“ und habe keinerlei Verbindung zum Internet.

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