Community gegen Phisher: Erste Zahlen

Die Community-Seite Phishtank hat für den Monat Oktober eine erste Phishing-Statistik veröffentlicht. Phishtank sammelt Meldungen von Anwendern über Phishingserver und Betrugsversuche. Die Daten fließen unter anderem in OpenDNS ein, einen Dienst der wie ein den offiziellen Root-Nameservern vorgeschalteter Filter arbeitet, jedoch den anerkannten Namensraum nicht manipuliert. Die OpenDNS-Server versuchen, die Anfrage nach bekannten Phishing-Servern zu erkennen und OpenDNS-Anwender auf Warnseiten umzuleiten.

Insgesamt gingen bei Phishtank im Oktober 7061 Meldungen ein, wovon sich 3678 als richtige Hinweise auf Betrugsseiten erwiesen. Beim Bewerten einer gemeldeten Seite votierten die Community-Mitglieder von Phishtank insgesamt 93.531-mal. Nur 878-mal zeigte sich, dass ein Phishing-Verdacht ungerechtfertigt war. Bei den restlichen 2505 Meldungen war keine Bewertung möglich, da die dazugehörigen Seiten zu schnell vom Netz verschwanden. Dennoch schätzen die Betreiber von Phishtank die Bewertung der Community als schnell ein: Im Schnitt dauerte es 18 Minuten bis zur Bewertung, ob eine Seite phishig ist oder nicht.

Die Statistik enthält auch Top-Ten-Listen zu den von den Betrügern verwendeten URLs, den benutzten Servern und welche Ziele am häufigsten vorkamen. Im internationalen Vergleich haben es Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken auf Platz fünf der häufigsten Phishing-Ziele geschafft. Auf den ersten Plätzen liegen erwartungsgemäß eBay und PayPal. Die meisten Phishing-Server stehen laut Statistik in den USA und Süd-Korea. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam unter anderem auch Symantec in seinem halbjährlichem Internet Threat Report.

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